Düngeeffizienz

Mehr verfügbaren Stickstoff und Phosphor durch Struvitfällung

Durch gezielte Ausfällung von Magnesium-Ammonium-Phosphat wollen Wissenschaft und Praxis dem Ziel näherkommen, Stickstoff und Phosphor in Gülle und Gärresten effizienter zu nutzen.

Durch Zugabe von ESTA Kieserit fein (27 % MgO + 22 % S) zu Gülle und Gärresten kommt es zur Ausfällung von Magnesium-Ammonium-Phosphat (MAP), sogenannte Struvitkristalle entstehen.

Vorteil der Kristalle ist, dass sie Stickstoff und Phosphor einbinden. Das hat zur Folge, dass Phosphor keine anderen Verbindungen eingeht und beugt somit der Phosphatalterung vor. Phosphat bleibt länger verfügbar.

Da die Kristalle kaum wasserlöslich sind, kann das gebundene Ammonium nicht zu Nitrat umgewandelt und ausgewaschen werden. Es stehen bei Bedarf zur Verfügung. Denn die Pflanze ist in der Lage, die Kristalle durch ihre Wurzelexsudate zu lösen. Die Zugabe von Kieserit zu flüssigen Wirtschaftsdüngern bringt noch weitere Vorteile mit sich: die Zufuhr von wasserlöslichem Magnesium und mineralischem Sulfat-Schwefel.

Der in der Gülle enthaltende Schwefel ist überwiegend organisch gebunden und muss erst mineralisiert werden, um pflanzenverfügbar zu sein. Der mineralische Schwefel ist sofort verfügbar und hilft zusätzlich, die N-Effizienz zu erhöhen. Vor allem zu Mais und Rüben bietet sich die MAP-Düngung an, da beide Kulturen erst spät nach der...

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