Gewässerrandstreifen und Biotope

Merkel soll im Streit ums Insektenschutzgesetz schlichten Plus

Der Streit zwischen Klöckner und Schulze über das Insektenschutzgesetz verschärft sich. Dabei handelt es sich insbesondere um die vom Umweltministerium geplanten Vorschriften zum Pflanzenschutz.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner beklagt, dass das Bundesumweltministerium (BMU) gegen ihren Willen Vorschriften zum Pflanzenschutz im Insektenschutzgesetz vorantreibt. In einem Brief, der top agrar vorliegt, wendet sich Klöckner diese Woche an das Bundeskanzleramt. Nun soll Kanzlerin Angela Merkel einschreiten und vermitteln.

Das BMU habe keine der vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) vorgebrachten Änderungswünsche in einem überarbeiteten Entwurf des Insektenschutzgesetzes aufgegriffen, moniert Klöckner in ihrem Brief. Eine „angemessene Berücksichtigung der berechtigten Belange der Landwirtschaft“ sei damit nicht gewährleistet. „Dies ist nicht im Interesse meines Ressorts und der Union. Es kann aber auch nicht im Interesse der Bundeskanzlerin sein“, heißt es darin weiter.

BMEL will Pflanzenschutz regeln

Es geht um die vom BMU platzierten Gewässerrandstreifen zwischen fünf bis zehn Metern beim Pflanzenschutzmitteleinsatz und die Ausdehnung von geschützten Biotopen mit Pflanzenschutzauflagen für artenreiches Grünland und Streuobstwiesen. Das BMEL sieht sich damit düpiert, weil in der Arbeitsaufteilung der...

Die Redaktion empfiehlt

Die Bauern sind in großer Sorge, dass die Bundesregierung das Insektenschutzgesetz ohne Berücksichtigung der Einwände aus der Praxis durchzieht. Auch der baden-württembergische Weg ist in Gefahr.

Landwirtschaftsministerin Klöckner will die Landwirtschaft nochmal anhören, bevor sie Entscheidungen zu den Gesetzentwürfen zum Insektenschutz fällt. Damit bremst sie Schulzes Tempo zunächst aus.

Das Bundesumweltministerium strebt an, das Insektenschutzgesetz noch im Oktober im Kabinett zu verabschieden. Es legt einen Entwurf mit 10 Metern Gewässerrandstreifen beim Pflanzenschutzeinsatz vor.


Diskussionen zum Artikel

von Guido Müller

Julia:Mama Angie

hilf mir! "Merkel soll für die Belange der Landwirtschaft im Insektenschutzgesetz eintreten, wünscht sich Landwirtschaftsministerin Klöckner."

von Erwin Schmidbauer

Insektenschutz: die Politik muss endlich durchgreifen!

Ja, die Landbewirtschaftung ist der größte Insektenkiller, den man sich vorstellen kann. Deshalb: Verbot von Pflanzenschutzmittel und anderen Insektenvernichtern, die da wären: Windräder, Autos und Lkws, Fliegenpatschen ... Komplette Umgestaltung der Landwirtschaft zur nachhaltigen ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Und wir müssen die landwirtschaftliche Nutzfläche auf unserem Globus

verdoppeln, verdoppeln,verdoppeln, verdoppeln.........

von Wilhelm Grimm

Wenn wir mit den Insekten durch sind,

fangen wir wieder mit den Robben an. Nur nicht mit den Igeln, dann müssten wir alle Autos verschrotten und dürften nur noch fliegen.

von Wilfried Maser

Sicher hat die

Landbewirtschaftung Einfluss auf das Insektenleben. Aber es gibt auch noch andere Einflüsse Herr Schanné und diese werden vielfach ausgeblendet! Natürlich könnte man die Landbewirtschaftung bei uns einstellen, "was" wäre dies für ein Segen für die Natur einschließlich der ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Man

könnte auch Freitag ab 12.00 Uhr mit der Arbeit aufhören, dann hat die Natur fast ein halbes Jahr Erholung. (Smile)

von Wilfried Maser

Um einen Insekten Schutz

zu erreichen, baucht man nur gegen die Landwirtschaft vorzugehen, so die von Teilen der Politik, NGO´s und Medien suggerierte Auffassung. Die Beeinträchtigung der Insekten durch Funkwellen und künstlichem Licht in den Nachtstunden wird einfach ausgeblendet. Wie wichtig der Insekten ... mehr anzeigen

von Günter Schanné

Das Insektensterben

hat - wissenschaftlich nachgewiesen - seine Hauptursache in einem Übermaß der Landbewirtschaftung. Jetzt gilt es dieses Übermaß zu reduzieren auf eine umweltverträgliche Landwirtschaft. Wir können sehr gut auf den Export von Agrargütern auf den Weltmarkt verzichten.

von Fritz Gruber

Wie hat Herr Richenhagen gesagt

Frau Merkel mag keine Bauern und dabei wird es bleiben also keine falschen Hoffnungen

von Ahrend Höper

Verlogenheit und Volksverdummung

Ganz sicher wird Kanzlerin Merkel BUM Ministerin Schulze unterstützen, Landwirtschaft wurde von Merkel schon als Umweltministerin bekämpft! Wie naiv können Bauern nur sein? Sofort austreten aus der CDU ist absolut alternativlos.

von Josef Doll

Ich würde

es befürworten . Das der Deutsche Bauerverband die Bundesregierung wegen der Lichtverschmutzung verklagt . Denn hier sterben mehr Insekten als die Landwirtschaft je vergiften kann . Ein Licht ist in der Insektenwelt der Mond und irgenwann refektiert sich das Mondlicht im See, Bach oder ... mehr anzeigen

von Günter Schanné

Der DBV

ist nicht betroffen; folglich kann er nicht klagen!

von Jens Oliver Krause

Wer von euch

glaubt den noch an den Wiehnachtsmann? Unsere Ministerin hat uns schon einmal ans BMU verkauft. Erinnert ihr euch nicht? Wir (Landwirte) werden hier in Deutschland kein Bein mehr auf den Boden bringen. Dafür ist unsere Gesellschaft zu reich. Wir kaufen zukünftig anderen Ländern, mit ... mehr anzeigen

von jörg Meyer

Wir werden mal wieder für dumm verkauft!!

https://www.salonkolumnisten.com/insektensterben-wissenschaft-macht-politik/?fbclid=IwAR3EKvRcuyoc0zzMZZSXdC9l_T3zHxNo23UvGdz5pKfSqJbOCahuuOSFza8

von Wilhelm Grimm

Na dann wird Frau Klöckner

wohl von der Kanzlerin zurück gepfiffen werden.

von Christian Bothe

BMU

Vielleicht auch Schulze...

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