Mit Koptern gegen Maiszünsler

Vor allem im Süden setzen die Landwirte bei der Maiszünsler-Bekämpfung verstärkt auf Trichogramma-Schlupfwespen, ausgebracht mit Multikoptern. Das biologische Verfahren wird in Baden-Württemberg im Rahmen des FAKT-Programms mit 60 €/ha gefördert. Die Durchführung übernehmen in der Regel Dienstleister.

Vor allem im Süden setzen die Landwirte bei der Maiszünsler-Bekämpfung verstärkt auf Trichogramma-Schlupfwespen, ausgebracht mit Multikoptern (top agrar 7/2016, ab Seite 64). Das biologische Verfahren wird in Baden-Württemberg im Rahmen des FAKT-Programms mit 60 €/ha gefördert. Die Durchführung übernehmen in der Regel Dienstleister. Hier eine Liste von Anbietern: 

1. aerpixx
T. Schönbucher und M. Zumdick GbR
Ahornstr. 5
75328 Schömberg
Tel: +49-(0)-17670567399
E-Mail: kontakt@aerpixx.de
http://www.aerpixx.de
 
2.  HEXAPILOTS, Agripilots  
Dr. Axel Weckschmied
Werftstraße 12
D – 01139 Dresden
Tel/Fax: +49 (0) 351 82116939
Mobil: +49 (0) 160 90318377
E-Mail: info@hexapilots.de
AGRIPILOTS
E-Mail: info@agripilots.de
Web:  www.hexapilots.de
http://agripilots.de
 
3. Agrarkopter
Bauer & Schürmann GbR 
Klaustaler Str. 5
13187 Berlin
+49 (0) 30 474 737 03
+49 (0) 176 246 800 17
info@agrarkopter.de
http://www.agrarkopter.de
 
4. CRN Management GmbH
Godesberger Allee 139
53175 Bonn, Germany
Geschäftsführer: Dipl.-Ing. Jens Janke und Dipl.-Ing. Bernd Minkler
Büro:  +49 228 5344-9144 und -9145
Fax:     +49 228 5344-4204
info@crn-management.de 
www.crn-management.de
http://airspector.de
 
5. geo-konzept GmbH  
Gut Wittenfeld 
85111 Adelschlag 
Tel.+49 (0) 8424 89890 
Fax +49 (0) 8424 898980 
E-Mail geo@geo-konzept.de
http://www.geo-konzept.de
 
6. Agri-Copter
Sägewerkstr. 3
83395 Freilassing
info@dialogis.de
http://www.agri-copter.com
 
Weitere Infos zum Verfahren und zu Wirkungsgraden: Anders als vorher per Hand, lassen sich die Trichogramma-Kugeln mit Multikoptern exakt und schnell im Maisbestand platzieren. Dazu gibt der Landwirt die Geodaten des Schlages an seinen Dienstleister weiter. Dieser legt mithilfe eines digitalen Rasters die Abwurfpunkte der Kugeln auf der Fläche fest, z.B. alle 10 m. Je nach Bauweise fliegt der Kopter die Route in 15 bis 25 m Höhe mit rund 20 bis 35 km/h ab. Pro Hektar dauert die Ausbringung 3 bis 4 Minuten. Wegen Rüstzeiten ist die „Schlagkraft“ eines Piloten auf etwa 60 ha pro Tag begrenzt. Mithilfe einer am Kopter angebrachten Kamera lässt sich die Verteilung überprüfen.

Unter optimalen Bedingungen liegt der Wirkungsgrad von Schlupfwespen bei 70 bis 90% und damit fast auf Insektizidniveau. Bei einmaliger Ausbringung kostet das Verfahren (Trichogramma + Ausbringung per Kopter) je nach Anbieter rund 60 €/ha netto und damit soviel wie ein Insektizideinsatz. Sind zwei Einsätze nötig, muss man ca. 90 €/ha berappen. Doch es gibt auch Grenzen: Fallen die vom Kopter abgeworfenen Kugeln bei sehr starker Hitze auf den Boden, schlüpfen die Trichogrammen schnell und leben kurz. Das schmälert die Wirkung. Gleiches gilt bei sehr langem, ungleichmäßigem Zünslerflug oder bei Extrembefall des Maises von über 50%. In diesen Fällen sind Insektizide wie Coragen überlegen. 

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