Nachhaltige Produktivitätssteigerung im Zuckerrübenanbau möglich

Für eine Diskussion mit Politik und Gesellschaft zu Möglichkeiten einer nachhaltigen Produktivitätssteigerung sind wissenschaftlich belastbare Grundlagen unerlässlich. Auf dieser Basis lassen sich erfolgreiche Entwicklungen im Zuckerrübenanbau wie beispielsweise Effizienzsteigerungen dokumentieren.

Zuckerrübenernte (Bildquelle: ROPA)

Für eine Diskussion mit Politik und Gesellschaft zu Möglichkeiten einer nachhaltigen Produktivitätssteigerung sind wissenschaftlich belastbare Grundlagen unerlässlich. Auf dieser Basis lassen sich erfolgreiche Entwicklungen im Zuckerrübenanbau wie beispielsweise Effizienzsteigerungen dokumentieren.

Im Rahmen ihrer Promotion am Institut für Zuckerrübenforschung (IfZ) der Universität Göttingen hat Dr. Kerrin Trimpler hierzu Daten aus einer mehrjährigen Betriebsbefragung zur Produktionstechnik im Zuckerrübenanbau umfassend analysiert. Eine stetig wachsende Weltbevölkerung und die begrenzt verfügbare landwirtschaftliche Nutzfläche erhöhen die Anforderungen an die Landwirtschaft, ausreichend pflanzliche Biomasse für die Ernährung und die stoffliche oder energetische Nutzung bereitzustellen. Dabei müssen die vorhandenen natürlichen Ressourcen effizient genutzt werden.

Um in diesem Kontext im Zuckerrübenanbau zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen zu können, werden Ergebnisse zur Effizienz und zu Umweltwirkungen des Zuckerrübenanbaus für Beratungszwecke, für die Öffentlichkeitsarbeit und für die Forschung benötigt. Das IfZ hat dazu eine Betriebsbefragung zur Produktionstechnik im Zuckerrübenanbau entwickelt. Anhand dieser wurden über sechs Jahre durch Zuckerrübenanbauerverbände und Zuckerunternehmen die Daten von insgesamt über 2000 jährlich wechselnden Betrieben in ganz Deutschland gesammelt.

Dr. Kerrin Trimpler hat Daten aus dieser Betriebsbefragung ausgewertet, um eine repräsentative Datenbasis bereitzustellen. Für den Zuckerrübenanbau wurden die Treibhausgasemissionen sowie die Effizienz des Anbaus und die Fruchtfolge betrachtet. Hierbei wurde deutlich, dass im Bereich der Stickstoffdüngung die ausreichende Versorgung oftmals durch den organisch gedüngten Anteil erreicht wird und sich daher die ausgebrachten mineralischen Stickstoffmengen reduzieren ließen. Das ließe zugleich die Treibhausgasemissionen sinken.

Es zeigte sich eine große Variation in der Anbaugestaltung und für die Effizienz im Zuckerrübenanbau in Deutschland. Eine Anpassung der Anbauverfahren an die regionalen und betriebsspezifischen Gegebenheiten bietet Möglichkeiten für weitere Verbesserungen im Sinne einer nachhaltigen Produktivitätssteigerung. Die Daten aus der mehrjährigen Befragung können die Grundlage für eine fachlich qualifizierte Beratung erweitern.

Die Dissertation ist beim Cuvillier-Verlag Göttingen unter der ISBN-Nummer 978-3-7369-9674-8 bzw. als E-Book eISBN 978-3-73698-674-9 verfügbar.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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