Nanoviren verursachen bei Leguminosen großen Schaden

Zunächst zeigen sich stark vergilbte und verzwergte Pflanzen. Am Ende stirbt die gesamte Pflanze ab. Das ist der typische Verlauf einer Infektion mit Nanoviren bei Leguminosen. Mögliche Folge: Totalausfall der Ernte. Diese kleinsten Vertreter der Pflanzenviren (20 nm) befallen neben Gemüseerbsen auch Ackerbohnen.

Zunächst zeigen sich stark vergilbte und verzwergte Pflanzen. Am Ende stirbt die gesamte Pflanze ab. Das ist der typische Verlauf einer Infektion mit Nanoviren bei Leguminosen. Mögliche Folge: Totalausfall der Ernte.
 
Diese kleinsten Vertreter der Pflanzenviren (20 nm) befallen neben Gemüseerbsen auch Ackerbohnen. Ihre Überträger sind Blattläuse (Schwarze Bohnenlaus und Erbsenblattlaus), die zunächst an infizierten Pflanzen saugen, dort Viren aufnehmen und sie später auf gesunde Pflanzen übertragen.
 
Bislang waren Nanovirusinfektionen bei Leguminosen nur aus Nordafrika, Asien oder Australien bekannt. In 2009 konnte das Julius Kühn-Institut (JKI) erstmals auch in Deutschland einen Befall nachweisen. Betroffen war eine Fläche mit Gemüseerbsen in Sachsen-Anhalt. Seitdem lassen sich Nanoviren bei jährlichen Stichproben verstärkt feststellen. In anderen Ländern, wie z. B. Österreich und Serbien, traten Erkrankungen in noch größerem Umfang auf. Vor allem ökologische Betriebe waren betroffen.
 
Bekämpfungsstrategien gibt es derzeit nicht. So konnte das Virus großflächig nachgewiesen werden, trotz erfolgter Insektizidmaßnahme gegen die Überträger. Eine Saatgutbeizung verhindert eine Frühinfektion, sie ist jedoch verboten. Dr. Heiko Ziebell, JKI


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