Neuzulassung

Neue Sojabohnen, Triticale und Wintergerste von I.G. Pflanzenzucht

Von der I.G. Pflanzenzucht gibt es gleich fünf neue Sojabohnensorten. Außerdem neu sind eine Doppelnutzungs-Triticale und eine zweizeilige Wintergerste. Wir stellen ihn alle Neulinge vor...

Die I.G. Pflanzenzucht bietet jetzt fünf neu zugelassene Sojabohnensorten an. Wie das Unternehmen in Ismaning im Einzelnen mitteilte, zeigte „Nessie PZO“ (APS 4) bei früher Reife einen hohen Kornertrag und eine hohe Hülsenfestigkeit. Aufgrund der sehr guten Jugendentwicklung und des hohen Rohproteinertrags (APS 8) eigneten sich die Pflanzen besonders für den Anbau in Lagen mit kürzerem Reifefenster.

Unterdessen kombiniere „Ceres PZO“ eine sehr gute Standfestigkeit (APS 3) mit einem erstklassigen Rohproteinertrag (APS 8) und zeichne sich durch eine hohe Hülsenfestigkeit und eine sichere 000-Reife (APS 5) aus.

Auch die Sojabohne „Cantate PZO“ sei im sicheren 000-Reifebereich angesiedelt und zeichne sich durch einen enorm hohen Rohproteinertrag (APS 9) aus. Das Kornertragsvermögen sei hoch und die Standfestigkeit hervorragend (APS 3).

Derweil eigne sich „Timor PZO“ mit der Reifegruppe 000/00 aufgrund ihres hohen Ertragspotentials hervorragend für die südlichen Regionen Deutschlands. Die kurze Pflanzenlänge (APS 4) führe zu einer sehr guten Standfestigkeit (APS 2).

Die Anfang 2020 in der Europäischen Union zugelassene „Adessa“ sei außerordentlich früh in der Reife und eigne sich besonders für den Anbau bis hoch in den Norden Deutschlands. In der offiziellen Prüfung sei in zwei Jahren ein Ertrag von mehr als 3 t/ha erzielt worden.

Doppelnutzungs-Triticale Torben

Torben

Torben (Bildquelle: Bundessortenamt 2020)

Bereits am 18. März neu zugelassen wurde die Doppelnutzungs-Triticale Torben. Sie erhält den landeskulturellen Wert im Segment Körnertriticale und gleichzeitig zur Silonutzung. Damit erzielt Torbenals einzige Sorte seit über 10 Jahren die Zulassung in beiden Sortimenten, so die Firma weiter.

Im GPS-Bereich soll genannte Wintertriticaleaktuell die gesündeste Sorte sein. Mit ihren Rostresistenzen (APS 1 in Gelb-/Braunrost) in Kombination mit der geringen Mehltauanfälligkeit (APS 2) sei sie insbesondere für den Anbau auf gefährdeten Standorten geeignet, um hier Fungizidmaßnahmen einzusparen. Trotz seiner Pflanzenlänge (APS 8) bleibe Torben in der Silo-Nutzung standfest (APS 2). Im Drusch als Körnertriticale zeige er ordentliche Erträge und erreicht das Niveau marktführender Sorten.

Dank der Doppelzulassung biete Torbendem Anbauer unbegrenzte Möglichkeiten in der Nutzung, heißt es weiter. Bei Substrat- und Futterknappheit wie beispielsweise in den vergangenen beiden Jahren könne der Landwirt kurzfristig reagieren und so Engpässe kompensieren.

Neue Wintergerste Bianca

Wintergerste Bianca

Wintergerste Bianca (Bildquelle: Bundessortenamt 2020)

Weitere Neuheit ist die zweizeilige Wintergerste Bianca. Laut I.G.Pflanzenzucht erzielte sie nach dreijähriger Wertprüfung im März die Zulassung durch das Bundessortenamt in Hannover.

Bianca soll durch ihre Blattgesundheit, Standfestigkeit oder Kornqualität überzeugen, so die Züchter. Die sehr gute Strohstabilität setze sich aus einer geringen Anfälligkeit für Lager, Halm- und Ährenknicken (APS 4/3/4) zusammen. Unter den Blattkrankheiten zeige die Sorte keine Schwächen, vor allem bei der schwer bekämpfbaren Ramularia habe sie den geringsten Befall unter den Prüflingen aufgewiesen. Ertraglich bringe sie vor allem in Süddeutschland mit bis zu 13 dt/ha mehr Ertrag als die zweizeilige Verrechnungssorte.

Bianca verfüge über ein schönes, großes Korn, was durch die höchste Einstufung im TKG (APS 9) bestätigt wird.


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