Neue Studie: Neonikotinoide ungefährlicher als gedacht

Für zwei Jahre sind die Neonikotinoide europaweit als Pflanzenschutzmittel verboten. Führende Agrarexperten Großbritanniens haben nun eine Neubewertung durchgeführt. Sie kommen zu dem Schluss, dass die Bienen über Nektare und Pollen gar nicht soviel Wikstoff aufnehmen können, dass die giftige Dosis erreicht wird.

Für zunächst zwei Jahre sind die Neonikotinoide europaweit als Pflanzenschutzmittel verboten. Nun entlastet eine neue Studie aus Großbritannien die Wirkstoffe teilweise.
 
Die Royal Academy bestätigt laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zwar, dass die Mittel das Nervensystem vieler Blütenbestäuber und insbesondere der Honigbienen beeinflussen können. Allerdings seien die Konzentrationen, die durch die Tiere beim Sammeln und Verzehren von Nektar und Pollen aufgenommen werden, um den Faktor zehn oder mehr geringer als die gefährliche Dosis, die große Schäden in den Insektenvölkern hervorrufen könnte.
 
Die „Beweislage“ aus Feld- und Laborversuchen gegen die Insektizide sei „schwach“, zumal das Bienensterben einige Jahrzehnte vor der breiten Anwendung der Neonikotinoide begonnen habe. Eine kausale Rolle der Pestizide sei derzeit „unwahrscheinlich“.
 
Als Hauptursache für starke Winterverluste wird von den Verfassern des aktualisierten „Deutschen Bienen-Monitorings“ der Befall mit der blutsaugenden Varroa-Milbe angegeben, die ebenso wie Pflanzenschutzmittel Stress erzeugt und zudem Keime in die Stöcke schleppt. Im Winter 2013/14 sind dem Monitoring zufolge, das bei 100 einheimischen Imkern durchgeführt wurde, deutlich weniger Bienen als erwartet eingegangen. Die Sterblichkeit lag unter 10 %, ein Drittel der Zahl manch früherer Jahre. Das wird auf den milden Winter zurückgeführt, berichtet die FAZ.


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