Agritechnica

Neuer Ratgeber Beregnung: Senken Sie das Anbaurisiko!

top agrar bringt zur Agritechnica einen brandneuen Ratgeber Beregnung heraus. Nach zwei Dürrejahren in Folge ist das Thema aktueller denn je. Erfahren Sie alles zu Technik, Gesetzgebung und Praxis...

Die zweite Dürre in Folge hat viele Landwirte hart erwischt. Bei Temperaturen von jenseits der 40°C-Marke Ende Juni 2019 „schalteten“ viele Getreidebestände auf Notreife um. Nicht viel besser war die Situation bei vielen Sommerungen.

Intensivere Hitzewellen

Dass sich Wetterextreme künftig häufen, zeigt Folgendes: So lag z.B. die Abweichung von der internationalen Referenzperiode 1961 bis 1990 nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im Juli 2019 im Deutschlandmittel bei +2°C. Bemerkenswert ist – so der DWD – das erneute Auftreten mehrerer Hitzewellen in relativ kurzer Zeit, so wie es in den Sommern der letzten zwei bis drei Jahrzehnte zunehmend zu beobachten war.

Eine solche Entwicklung entspricht grundsätzlich den Aussagen aktueller Klimaprojektionen, die längerfristig im Laufe der kommenden Jahrzehnte steigende Temperaturen und häufigere sowie intensivere Hitzewellen prognostizieren. Dass sich wegen des globalen Temperaturanstiegs die Bodenfeuchtedürren verstärken werden, sagen Wissenschaftler rund um den Klimaforscher Dr. Andreas Marx vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung voraus.

Höchste Zeit also, sich mit vorbeugenden Maßnahmen vor trockenheitsbedingten Ertragseinbußen zu wappnen. Dies kann neben erweiterten Fruchtfolgen und dem Anbau angepasster Sorten auch durch die Anschaffung einer Beregnungsanlage gelingen. In diesem Ratgeber erfahren Sie

  • was rechtlich zu beachten ist, für welche Kulturen sich das Zusatzwasser lohnt und was eine Beregnungsanlage kostet,
  • wie man die Durstlöscher gezielt in den Kulturen einsetzt,
  • welche Techniken – angefangen von mobilen Beregnungsmaschinen bis hin zu Pivotanlagen – verfügbar sind,
  • mit welchen Hilfsmitteln es gelingt, die Effizienz zu erhöhen sowie den Arbeitsaufwand zu senken und
  • auf welche Strategien die Berufskollegen bei der Beregnung setzen.

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Jetzt erhältlich: Der neue Ratgeber mit 80 Seiten Fachwissen! (Bildquelle: top agrar)

Den top agrar-Ratgeber „Beregnung“ können Sie für 29,90 € (top agrar-Abonnenten zahlen 25,00 €) hier bestellen:

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Telefon: 02501 8013020
E-Mail: buchvertrieb@topagrar.comArtikelnummer: 080567
ISBN 978-3-7843-5654-9

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Vorwort: "Den Pflanzendurst stillen"

Matthias Bröker (Bildquelle: Heil)

Beinhart hat die zweite Dürre in Folge viele Landwirte erwischt. Bei Temperaturen von jenseits der 40 °C-Marke Ende Juni 2019 „schalteten“ viele Getreidebestände auf Notreife um. Die Folgen waren niedrige Tausendkorngewichte und geringe Erträge. Nicht viel besser war die Situation bei vielen Sommerungen. So bildete stark betroffener Mais oft Gummikolben aus oder blieb kolbenlos. In durstenden Kartoffelbeständen traten neben Ertragsdepressionen auch Qualitätsmängel wie Zwiewuchs auf.

Wegen der zunehmenden Trockenheitsphasen beschäftigen sich Wissenschaftler wie Dr. Andreas Marx vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig verstärkt mit dem Thema. Zusammen mit weiteren Forschern entwickelte er den sogenannten Dürremonitor. Damit lassen sich die Auswirkungen von Trockenheit auf die Bodenfeuchte visualisieren. Die Ergebnisse zeigen u. a., dass die Intensität der Dürren zunimmt.

Dass solche Werkzeuge sowie verbesserte Prognosemodelle, um Dürren exakter vorherzusagen, immer wichtiger werden, darin sind sich Klimaforscher einig. Denn eins ist klar: Wetterextreme nehmen zu. Laut der Wissenschaft müssen wir künftig häufiger, wenn nicht sogar in regelmäßigen Abständen, mit Dürre in Deutschland rechnen. Doch wie können sich die Landwirte darauf einstellen?

Wichtig ist zunächst, mit erweiterten Fruchtfolgen und angepassten Sorten das Anbaurisiko von vornherein zu senken. Je nach Betrieb kann es auch sinnvoll sein, sich gegen Trockenschäden zu versichern. Ein Gesetzesentwurf für die Einführung eines ermäßigten Steuersatzes für Versicherungen gegen Trockenheit von 0,03 % (statt 19 %) ist derzeit in Planung. Für einige Landwirte könnte zudem die Anschaffung einer Beregnungsanlage ein Baustein in der Risikovorsorge sein.

In diesem Ratgeber erfahren Einsteiger und versierte Beregner

  • was rechtlich zu beachten ist, für welche Kulturen sich das Zusatzwasser lohnt und was eine Beregnungsanlage kostet,
  • wie man die Durstlöscher gezielt in den Kulturen einsetzt,
  • welche Verfahren und Techniken – angefangen von mobilen Beregnungsmaschinen bis hin zu selbstfahrenden Regnern und Pivotanlagen – verfügbar sind,
  • mit welchen Hilfsmittel es gelingt, die Effizienz zu erhöhen sowie den Arbeitsaufwand zu senken und
  • auf welche Strategien die Berufskollegen bei der Beregnung setzen.

Immer wichtiger wird bei reglementierter Wasserentnahme eine hohe Effizienz der Beregnung. Für einen deutlichen Schub sorgen GPS-basierte Steuerungs- und Überwachungssysteme.

Ob nun Einsteiger oder Beregnungsprofi – dieser Ratgeber ist die beste Grundlage, um auch in „Endlos-Sommern“ noch sichere Erträge und gute Qualitäten zu ernten. „Im Rahmen der betrieblichenRisikovorsorge kann eineBeregnung ein Baustein sein.“

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Hermann Freese

2 Jahre Regenweiter: Lass mal ordentlich in Drainage investieren 2 Jahre Dürre: Wir brauchen Beregnung. Beregnung kann für manche Betriebe attraktiv sein. Die komplette Technik für Getreide anzuschaffen ist es nicht. Und nebenbei ist das eine sehr sehr stressige Zeit!

von Andreas Schlueter

Wenn es so einfach wäre

Neu in die Beregnung einsteigen hört sich gut an, aber mal abgesehn von den immensen Kosten für Technik und Rohrleitung # Ohne Wasser bzw Wasserrecht keine Beregnung und Das zu bekommen ist fast aussichtslos Gruss an alle die Eins haben.

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