Nitrat: Gutachten hält neues Düngerecht für zu lax Premium

Beim Düngerecht könnte es noch 2019 neue Verschärfungen geben. Ein weiteres Gutachten bescheinigt der Reform des Düngerechts von 2017, der EU-Nitratrichtlinie nicht ausreichend nachgekommen zu sein. Die Verhandlungen der Bundesregierung dazu laufen schon.

Auch nach der Reform des Düngerechts von 2017 entsprechen die Vorgaben für Landwirte einem Rechtsgutachten im Auftrag der deutschen Stadtwerke zufolge nicht dem EU-Recht, berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa). Im vergangenen Juni hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) festgestellt, dass Deutschland jahrelang zu wenig gegen überhöhte Nitratwerte im Grundwasser unternommen hatte. Das Urteil richtete sich jedoch zunächst auf die Gesetzeslage vor der Düngereform 2017.

Ohne Nachbesserung neues Vertragsverletzungsverfahren

Im Lichte dieses Urteils müssten auch die 2017 reformierten Düngeregeln überarbeitet werden, schreibt nun die Rechtsexpertin Ines Härtel von der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Um ein weiteres Vertragsverletzungsverfahren zu vermeiden, müsse die Verordnung verschärft werden. Sie sei „nicht mit an Sicherheit grenzender...

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Diskussionen zum Artikel

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von Claus Sylvester

gerade heute in einem

Vortrag von Georg Keckl, Satistiker im Landesamt für Statistik Niedersachsen einige interessante Tatsachen gehört . Hier nur einige Auszüge : auf Amrum (für nicht Eingeweihte - eine Insel in der Nordsee) ein Probebrunnen mit über 100mg Nitrat, hier gibt es keine landw. Tierhaltung. Der Dümmer See (angeblich durch Gülle völlig überdüngt) ist mit Nitratdüngung vom Boot aus vor einer totalen Übernahme durch Blaualgen GERETTET worden. In mehreren roten (gefährdeten) Gebieten in südlicheren Landesteilen keine Tierhaltung, wohl aber Weinanbau. Es gibt frei zu kaufen hoch dosiertes Nitrat zum Muskelaufbau, zur Vorbeugung gegen Gehirnfehlfunktion usw. Die höchste Nitrataufnahme haben Vegetarier durch den hohen Gemüseanteil. Dies ist nur ein kleiner Auszug, aber schon sehr SEHR erstaunlich mit welchen unwahren TATSACHEN wir als Landwirte verunglipft werden (Massentierhaltung usw.)

von Jens Geveke

Kanalisationen dicht ?

Ich habe mal gelesen, dass man davon ausgeht, dass 15% der städtischen Abwässser das Klärwerk nicht erreichen...

von Wilhelm Kruschwitz

Hau drauf

Weiß überhaupt jemand, wie die unterirdischen Wasserströme fließen ? Ist ganz sicher, ob die Kanalisationen der Ballungsgebiete dicht sind? Mit Sicherheit nicht. Drauf auf die Landwirtschaft, da hat man die geringsten Verluste ( Wähler).

von Hermann Reinmuth

Der bdew

hat seine Hausaufgaben gemacht seine Lobbyisten sitzen besser alls die vom DBV. Geht mal auf die Seite da bekommen wir genau gesagt was wir zutun haben und woran wir Schuld sind! Aber euch ist allen bekannt gutes Essen hat dem Mensch die Intelligenz gebracht und die Dummheit ist nur um haaresbreite entfernt!

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Düngeverordnung von 2017 auf dem Prüfstand

die Düngeverordnung von 2017 hat für die Landwirte schon einschneidende Auswirkungen. Allein durch die Phosphorbilanz ist die Düngung mit Wirtschaftsdünger nur noch eingeschränkt möglich. Die Überschüsse müssen teuer verbracht werden. Die Wirksamkeit im Bereich Nitrat wird frühestens in 5 - 10 Jahren festzustellen sein. Die Ideologen unserer Gesellschaft sehen in der konventionellen Landwirtschaft immer den Buhmann und möchten alle in die biologische Landwirtschaft treiben. Die Bio-Betriebe machen z. Zt. noch gute Gewinne, werden aber die Wirtschaftlichkeit einbüßen wenn der Anteil der biologischen Landwirtschaft zunimmt.

von Albert Maier

Oh je, Herr Grimm.

"Der Bauernverband ist jetzt gefordert, nicht erneut einer Nitratlüge aufzusitzen und eine Gegenkampagne zu organisieren." Bevor von hier eine Gegenkampagne kommt, ist das Nitrat eher verdampft..

von Anton Sieverdingbeck

Strategisch gut gemacht

Die Grünen und ihre Mitstreiter gehen doch seit Jahren diesen Weg: Gutachten beauftragen, unmögliche Messwerte und Messstellen erdenken, wieder mehr Gutachten und schupps fertig sind die Statistiken und Empfehlungen die der Poltik, den Medien und auch der Öffentlichkeit sagen wo es lang geht. Es geht doch nur vordergründig ums Wasser - das ist ein weiterer Hebel die nicht gewollte Tierhaltung abzuschaffen - das klappt so auch und alle denen es noch passt (Wasserwirtschaft...) hauhen in die gleiche Kerbe. Keiner guckt auf die Gemüseregionen oder Biobetriebe mit zu viel Nitrat (oder Besser die die oberhalb des Fragwürdigen Grenzwertes liegen) ... Aber meine lieben Kollegen es gilt leider: Wer Hunger hat, hat EIN Problem - wer keinen hat TAUSENDE. In dem Sinne immer schön weiter billige produzieren ;)

von Andreas Gerner

Ganz einfach:

Eine simple Maßnahme wäre "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit geeignet“, "die EU-Ziele einzuhalten": Ein ehrliches Messstellennetz.

von Andreas Gerner

Ganz einfach:

Eine simple Maßnahme wäre "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit geeignet“, "die EU-Ziele einzuhalten": Ein ehrliches Messstellennetz.

von Karlheinz Gruber

Beim Feinstaub werden

jetzt schon die Doktoren vor den Karren gespannt um der deutschen liebstes Kind das Auto zu retten. Nicht nur das jetzt dort alles falsch ist was Gesundheitsschädlich wäre und auf einmal der Feinstaub aus der Landwirtschaft kommt. Wahrscheinlich sind jetzt CO2 und Stickoxide sogar noch Gesundheitsfördernd. Wetten ? Wer sagt denn dass eigentlich die 50er Grenze beim Nitrat nicht auch falsch ist? Falsche Studien und Vergleichswerte. Viele Wasserkörper werden so stark geschröpft, dass es keine Verdünnung oder überhaupt eine Möglichkeit des Abbaues mehr gibt. Und da haben die Herrn Wasserversorger schuld. wo ist eigentlich die nachgewiesene Grundbelastung. Die weiß keiner. und die sollten doch Ihr gutes Wasser unterhalb der Städte herholen. Am besten in der Nähe von Kläranlagen. Da fehlt in der Regel nie etwas... Das einzige was sicher immer bleiben wird: Egal was für ein Problem die Leute haben, die Bauern sind schuld.... GAAANZ einfach

von Wilhelm Grimm

Unsere Kritik an der Nitratlüge reicht nicht mehr aus,

auf in den Kampf gegen Lüge und Korruption der gesamten Whes-Iniatitiven diesen Landes. Für mich hat bereits die Messstellenauswahl Deutschlands die Öffentlichkeit in die Irre geführt. Das muss dringend erneut auf den Prüfstand. Der Bauernverband ist jetzt gefordert, nicht erneut einer Nitratlüge aufzusitzen und eine Gegenkampagne zu organisieren.

von Bernhard ter Veen

Traurig

das solch "Fragwürdigen Studien" von solch "Fachfremden" Stiftungsuniversitäten überhaupt Glauben geschenkt wird. Wenn man mal einen Blick in die "Forschungs"-Schwerpunkte dieser Institution wirft, könnte man zwischen den Zeilen, soetwas wie Rechtsurteil- und Klagegeld einstreichen sehen. Völlig Fachfremd - aber Meinungsbildnerisch. toll.

von Berthold Lauer

Ganz einfach!!

Da kann man doch den Stadtwerken nur raten: Bohrt eure Brunnen doch in den Innenstädten der Ballungszentren, dann habt ihr mit Sicherheit kein Problem mit Nitrat aus der Landwirtschaft! Aber vielleicht solltet ihr vorher eure Kanäle sanieren!

von Guido Steger

Falscher ansatz

Die Boden Bearbeitung muss drastisch reduziert werden, dass heisst Direktsaat und Strip till in diesen Gebieten wo es zuviel Nitrat im Grundwasser hat.

von Gerhard Steffek

Woher der Wind weht -

sieht man am Kommentar der Stadtwerke. Langfristig heißt die Diskussion dann: Wasser oder Futter! Auf alle Fälle ist immer der Bauer schuld.

von Gerd Uken

Das war voraus zu sehen

nun werden die Daumenschrauben angelegt...... NRW geht ja schon seinen eigenen Weg!

von Frank Groenewold

Die Düngerverordnung ist erst ein Jahr inkraft und schon wieder sind sie am klagen und jammern.

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