Rote Gebiete

Nitrat: Länder müssen bis 2024 ausreichend Messstellen vorweisen

Die Bundesregierung hat heute die Vorschrift für ein einheitliches Messstellennetz zur Ausweisung der roten Gebiete beschlossen. Damit soll die Nitratmessung genauer werden.

Das Bundeskabinett hat heute die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Düngeverordnung beschlossen. Sie gibt für alle Bundesländer Regeln vor, wie sie ab 2020 ihre Roten Gebiete, die besonders mit Nitrat belastet sind, ausweisen müssen. Die Regeln sind ab kommenden Jahr dann auch Voraussetzung für die in der Düngeverordnung schon im Frühsommer beschlossenen strengeren Düngevorschriften in den Roten Gebieten. Dazu gehört unter anderem die Absenkung des Düngebedarfs um 20 % im Betriebsdurchschnitt, die in einem roten Gebiet eingehalten werden muss.

Einheitliche Ausweisung in allen Ländern

Mit der Verwaltungsvorschrift sei nun eine verbesserte Qualität und Quantität der Messstellen sowie eine Vereinheitlichung bei der Ausweisung durch die Länder verbindlich vorgeschrieben, heißt es nach dem Beschluss vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL). „Die bundeseinheitlichen Kriterien sind ein wichtiger Schritt für mehr Fairness, Verursachergerechtigkeit und Nachvollziehbarkeit“, sagte Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU). Das sei entscheidend, um das Grundwasser sauber zu halten. "Zusammen mit dem Anfang Mai erneut novellierten Düngerecht haben wir damit eine solide Grundlage, um die Nitratbelastung des Grundwassers und die Nährstoffbelastung von Gewässern zu verringern", ergänzte zum Beschluss Umweltministerin Svenja...


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