Nitrat

NRW-Agrarministerin Heinen-Esser wirbt für Düngekompromiss Plus

NRW und Schleswig-Holstein signalisieren, dass sie an einer zügigen Entscheidung zur Düngeverordnung interessiert sind. Der Kompromiss liegt in der Überprüfung und der Hinzunahme von Messstellen.

Nordrhein-Westfalens Umwelt- und Agrarministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) glaubt, dass das lange und zähe Ringen um neue Düngeregeln doch noch zu einem verträglichen Ende gelangen kann. „Durch eine effiziente und praktikable Düngeregulierung können wir unser Grundwasser effektiv schützen, ohne die Landwirte zu überfordern“, sagte Heinen-Esser gegenüber der Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ, Dienstagsausgabe).

Rasch einheitliche Rahmenbedingungen für neue Düngeregeln

Die Ministerin wirbt bei ihren Länderkollegen dafür, den von der Bundesregierung mit der EU-Kommission in Brüssel erzielten Kompromiss konstruktiv zu begleiten. Es müsse rasch Rechtssicherheit und deutschlandweit einheitliche Rahmenbedingungen für neue Düngeregeln geben, sagte sie. Der Bundesrat wird sich am 3. April mit dem Entwurf für eine Düngeverordnung beschäftigen. Vorab werden der Agrar- und der Umweltausschuss des Bundesrates Mitte März ihre Empfehlungen für die Abstimmung abgeben. Die Bundesregierung hatte ihren Entwurf zur Änderung der Düngeverordnung offiziell am Freitag dem Bundesrat...


Die Redaktion empfiehlt

Die Bundesländer müssen bis April eine Mehrheit für die Düngeverordnung finden. Obwohl Bund und EU-Kommission kaum noch Spielräume gewähren, sind viele Änderungsanträge zu erwarten.

Die Bundesregierung hat mit ihrem Entwurf für die verschärfte Düngeverordnung die EU-Kommission überzeugen können. Bis zum 3. April sollen nun die Länder eine Mehrheit dafür finden.

Im Endspurt zur Düngeverordnung gibt es doch noch Erleichterungen für die Landwirtschaft. So schafft es die verpflichtende Binnendifferenzierung für die roten Gebiete in den Text.


Diskussionen zum Artikel

von Gerd Uken

Das wird noch was......

https://www.agrarheute.com/politik/duengeverordnung-eu-kommission-widerspricht-agrarministerium-565426

von Andreas Gerner

Mal gespannt, was da raus kommt.

Hoffentlich wird die Neuaflage nun wirklich repräsentativ und transparent. Ich fürchte, man wird wieder die Messstellen gezielt dahin bugsieren, wo Probleme sind (verfüllte Deponien, Erlenwald, Gemüsebau...). Sonst würden ja die Werte auf einmal besser und es käme heraus, dass die ... mehr anzeigen

von Andreas Gerner

@ Renken

Wie soll man "objektiv betrachtet" den Erfolg bewerten können? Man hat ja den Vergleich nicht. Man kann also unmöglich wissen, ob es auch ohne die Proteste die jetzt endlich angeschobene Neubewertung der Nitratsituation gegeben hätte. Mein subjektives Empfinden ist: Die hätten sich ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Tja, und nun, Renke Renken ?

Ich bin der Meinung, dass die LsVer sehr erfolgreich gewesen sind. Ganz Deutschland ist auf die Landwirtschaft aufmerksam geworden und hat Verständnis gezeigt, erstmalig ! Jetzt aber müssen unsere Sorgen mit Argumenten unterfüttert werden, täglich. Dafür braucht man Werbung und auch ... mehr anzeigen

von Willy Toft

Ob die sich die nötige Zeit nehmen, alles richtig voreinander zu bekommen?

Ich glaube nicht! Wer da helfen kann, wird lieber ausgesperrt! Ob wir die viel zitierte Ehrlichkeit hier noch mal hinbekommen?

von Diedrich Stroman

Recht so!

Wilhelm Grimm, auch die unqualifizierte Bauernhetze geht weiter, und die Wahrheit wird geschwärzt! Der Fisch stinkt vom Kopf her, sagt alles!!!Und wenn ich nicht weiter weiß gründe ich einen Arbeitskreis und überdecke es farblich!!!

von Heinz Behrmann

Kompromiss

Ein Kompromiss ist eine gegenseitige freiwillige Übereinkunft . Die Verhandlungspartner gehen aufeinander zu ! D. h. , ein Kompromiss hat nur Verlierer ! Das , was NRW vorhat , bedeutet : Es gibt nur einen Verlierer , das sind wir DIE BAUERN und GÄRTNER !

von Hubertus Berges

Überprüfung?

Das Ergebnis der letzten Überprüfung der Messstellen in NRW hat doch gezeigt, dass von 300 Messstellen etwa 2/3 als NICHT Funktionsfähig gelten. Das wurde doch in der letzten Ausgabe der SUS veröffentlicht. Apropos veröffentlicht: Der Bericht des Gutachtens liegt dem Umweltausschuss ... mehr anzeigen

von Gerd Uken

Was hat sich denn geändert bis jetzt??

NRW als Vorzeigemodell will sie das? Noch ist keiner von den - 20% abgerückt in den roten Gebieten? Hier lenkt man nur von der eigenen Unfähigkeit ab irgendwo stand gestern auch was von Oberflächenwasser u. nicht Grundwasser was da herangezogen wurde.

von Renke Renken

Tja, und nun?

LsV sucht auch händeringend nach einem "Wie geht´s weiter?" Objektiv betrachtet waren die bisherigen Demo´s am Ende wenig erfolgrfeich.

von Bernhard Kremling

Betrug

Die Ausweisung von roten Gebieten zur Düngeverordnung 2020 ist Betrug an der Landwirtschaft. Alleine die Erfassung der Messdaten bzw. Messstellen ist ein Spiel mit falschen Tatsachen. Und wenn die Zahl der Messstellen erhöht werden soll, werden solche mit erhöhten Werten gefunden. Die ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Wer einen Kompromiss will,

muss zunächst die Ausgangsdaten offen legen, aber das will die Politik vermeiden. Die an der Nitratlüge Beteiligten müssen aus dem Verkehr gezogen werden. Der angedachte Kompromiss soll nur die bisherigen unwahren Behauptungen der Verantwortlichen vertuschen, die Wahrheit darf nicht ... mehr anzeigen

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