Praxistipp

Pflanzenschutz bei Nachtfrösten?

Pflanzenschutzanwendungen in Kombination mit Nachtfrösten können Pflanzen entweder stressen oder sehr effektiv sein. Es kommt auf das Mittel an.

Der Winter hat sich in dieser Woche mit eisigen Temperaturen zurückgemeldet. Wie sich der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf die Kulturen auswirkt, hängt vor allem vom eingesetzten Mittel und der Vitalität des Bestandes ab.

Steht z.B. noch eine Gräserbekämpfung mit Atlantis im Winterweizen aus, können Sie diese auf gut entwickelten Beständen auch bei leichten Minusgeraden sehr gut durchführen. Hat der Weizen erst wenige Blätter entwickelt und mit einem nassen und kalten Boden zu kämpfen, sollte man die Behandlung aufschieben um den Pflanzen nicht zusätzlichem Stress auszusetzen.

Vorsicht bei „Brennern“

Auch bei der Unkrautbekämpfung in kalten Phasen ist vermehrt auf die Mittelwahl zu achten. Gerade beim Einsatz klassischer „Brenner“, wie z.B. das Herbizid Artus, ist erhöhte Vorsicht geboten. Verträgliche Mittel wie Primus Perfect kann man hingegen auch bei kalten Temperaturen gut und sicher einsetzen.

Kalte Phase gezielt nutzen

Manche Anwendungen profitieren sogar von Minusgraden – besonders z.B. das Mittel Axial. Konnte z.B. eine Ackerfuchsschwanz-Bekämpfung in einer Gerste aufgrund mangelnder Befahrbarkeit nicht durchgeführt werden, so eignen sich leichte Fröste für eine bodenschonende und effektive Behandlung.

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