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Pflanzenzüchtung hilft bei Bewältigung globaler Herausforderungen

Laut dem BDP ist weiter unklar, wie der Nachweis einer Gen-Veränderung aufgrund der Anwendung von neuen Züchtungsmethoden bei Importen erbracht werden kann.

Die sich verändernden klimatischen Bedingungen und die erneute Hitzeperiode im Sommer 2019 haben nach Ansicht des Bundesverbandes Deutscher Pflanzenzüchter (BDP) einmal mehr die Bedeutung der Pflanzenzüchtung für die Bewältigung globaler Herausforderungen deutlich gemacht.

Zudem sei die Landwirtschaft durch die Bauernproteste der letzten Wochen mehr denn je in den Fokus der gesellschaftspolitischen Wahrnehmung gerückt, schreibt BDP-Geschäftsführer Dr. Carl-Stephan Schäfer in einem Rückblick auf das Jahr 2019.

Er weist darauf hin, dass die Pflanzenzüchtung seit jeher am Anfang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette stehe und maßgeblich zu deren Produktivität beitrage. Angesichts der Aufgaben in der Landwirtschaft und der Pflanzenzüchtung kommt der Forschung nach Ansicht von Schäfer eine besondere Bedeutung zu. Vor allem die Ressourceneffizienz und die Insektenkontrolle seien in der künftigen Züchtungsforschung Schwerpunktthemen.

Nur durch Fortschritt könnten der Landwirtschaft Pflanzensorten bereitgestellt werden, die auch bei einer abnehmenden Verfügbarkeit von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln sowie einem wachsenden Schädlingsdruck weiterhin ein stabiles Ertragsniveau gewährleisteten.

Der BDP-Geschäftsführer erinnert an das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom Juli 2018, wonach Pflanzen, die durch die Anwendung von neuen Züchtungsmethoden entstanden sind, als gentechnisch veränderte Organismen (GVO) zu regulieren sind. Es bestehe weiter Unklarheit darüber, wie zum Beispiel der Nachweis einer Veränderung aufgrund der Anwendung von neuen Züchtungsmethoden bei Importen erbracht werden könne, obwohl sich die genetische Veränderung nicht von solchen unterscheide, die auch natürlicherweise auftreten könnten.

Schäfer betont, dass der BDP aus fachlicher Sicht die pauschale Bewertung von Pflanzen aus neuen Züchtungsmethoden als GVO für falsch hält. Pflanzen, die auch natürlicherweise beziehungsweise durch Kreuzung und Selektion entstehen könnten, sollten nicht den Auflagen des Gentechnikrechts unterliegen.


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