Provokation

Prof. Kunz: "Natur darf man eben nicht sich selbst überlassen!"

"Deutschland wächst zu", kritisiert der emeritierte Professor Werner Kunz. Er wirft Politik und Umweltverbänden vor, mit ihren Renaturierungsmaßnahmen das Verschwinden seltener Arten anzuheizen.

Ende Oktober berichteten wir über Naturschützer aus dem Raum Gießen, die behaupten, die Bauern würden heute alle Feldwege mulchen und so zur Verarmung der Landschaft beitragen, da sie Insekten und Wildtieren die Deckung nähmen.

Hierzu gab es anschließend eine angeregte Diskussion unter den Lesern. Ein Landwirt aus dem Main-Kinzig-Kreis berichtete uns nun, dass in seiner Region – und sicher auch anderswo – genau das Gegenteil der Fall sei: Feldwege der Gemeinde würden zuwachsen, weil sich die Kommune nicht kümmert. So sei manch geteerter Weg heute unbefahrbar, weil die Äste von den Seiten geschlossen über ihn ragen. Und auf unbefestigten Wegen würden teils schon Bäumchen wachsen. Bei der Gemeinde seien seine wiederholten Aufforderungen zum Rückschnitt auf taube Ohren gestoßen.

Der Leser empfahl in diesem Zusammenhang Aussagen des emeritierten Professors für Genetik, Dr. Werner Kunz. Der Biologe ist seit Jahren begehrter Redner zum Thema „Übertriebener Naturschutz“. So berichtete das...

Die Redaktion empfiehlt

Naturschützer im Raum Gießen empören sich, dass Landwirte grüne Feldgrenzen und Feldwege umpflügen und Äcker zusammenlegen. Auch das Mulchen von Wegen ist ihnen ein Dorn im Auge.


Diskussionen zum Artikel

von Norbert Scheppach

au weia!

Die Erkenntnisse des Professors zum Rückgang der Arten sind nachvollziehbar. Die Verursacher benennt er relativ klar. Wenn ich es recht zusammen fasse: 1. Die Landnutzung durch die Landwirtschaft und die intensive Düngung führen zur massiven Harmonisierung des kleinstrukturierten ... mehr anzeigen

von Bernhard Stehlin

Schade, dass es diese Meldung....

....nicht in unsere Massenmedien schaffen wird.

von Gerhard Steffek

Bravo!

Endlich mal einer der sich traut. Das wird unseren Grünen aber gar nicht gefallen. Aber das ist genau das, was ich auch schon anhand der Krefelder Studie sagte. Wenn die Fläche zuwächst, verschwinden besonders die Fluginsekten. Kann ein jeder feststellen, wenn er mit offenen Augen in ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

und die Medien werden ihn tot schweigen !

von Rudolf Rößle

Erst

Büsche dann Wald. Für ihre gewünschten Streuobstwiesen finden sie auch keinen dummen Bauern mehr, der für nichts viel leisten soll.

von Wilhelm Grimm

Aber dann kommt die Kreissparkasse

und macht damit Werbung in der Heimatzeitung und alle klopfen sich gegenseitig auf die Schultern. Alle mit Schlips und nigelneuem Spaten in der Hand und anschließend zu Tisch bei wertlosen Reden über den schlechten Zustand unserer Natur. Ab heute wird aber alles besser, wir haben einen ... mehr anzeigen

von Andreas Gerner

Richtig. Denn was hat das "zuwuchern lassen" gebracht?

Den heftigsten bisher in Deutschland dokumentierten Rückgang der Insekten. Um ganze 72%. In einem zugewucherten Naturschutzgebiet nahe Krefeld. Die vielzitierte "Krefelder Studie". Paradoxerweise wurde von den Grünen und NGOs nicht daraus geschlossen, dass Naturschutzgebiete anders ... mehr anzeigen

von Gerhard Steffek

"Aber nie konnten sie erklären, was das damit zu tun haben soll".

Geht doch gar nicht, soweit geht deren Denke doch gar nicht. Abgesehen davon ist ja schließlich die Landwirtschaft das erklärte Feindbild. Da können sie sich nicht eingestehen, daß gerade die Landwirtschaft für den Naturschutz nötig ist. Das wäre doch ein Eingeständnis ihrer Fehlsicht!

von Harald Finzel

Ist ja nichts neues.

Eigentlich müsste jede größere Industriebrache sofort unter Naturschutz gestellt werden anstatt zu neuen, sterilen Hipster-Wohnvierteln "entwickelt" zu werden. Dass dies nirgends geschieht, zeigt einmal mehr die Bigotterie der Gesellschaft beim Thema "Umweltschutz".

von Albert Maier

Interessant ist...

.... dass meist emeritierte Professoren es wagen, sich gegen den falschen mainstream zu stellen und auch Fakten, die so gar nicht in die Zeit passen, auf den Tisch legen. Die Begründung ist einfach. Diese müssen weder Fördermittel generieren noch ihre Karriereplanung im Blick haben. ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

"Ein Professor ist auch nicht mehr das, was er mal war", sagte Prof. Biedenkopf !

von Renke Renken

Die sogenannten Naturschützer

haben in großer Mehrzahl auch noch nicht den Unterschied zwischen Natur- und Kulturlandschaft begriffen, sie wollen aus den Errungenschaften der Flora und Fauna einer Kulturlandschaft nach Möglichkeit eine Naturlandschaft machen, was dabei rauskommt kann man in unserer Landschaft leider ... mehr anzeigen

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