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Rote Gebiete sollen um mindestens 30 % steigen

Die mit strengen Düngevorschriften belegten Roten Gebiete werden vermutlich um 30 % wachsen. Die Bundesregierung legt ihren Vorschlag für die Neuausweisung ab 2023 bei der EU vor.

Auf mindestens 30 % veranschlagt die Bundesregierung die künftige Ausdehnung der nitratbelasteten roten Gebiete in Deutschland. Es kursiert die Zahl von einer halben Million Hektar mehr roten Gebieten, erfuhr top agrar. Die roten Gebiete sollen künftig allein auf der Grundlage der Nitratkonzentration in Grundwassermessstellen erfolgen. Einen entsprechenden Vorschlag wird das Bundesumweltministerium (BMU) der EU-Kommission im Laufe des Freitags übermitteln.

Neue Bundesregierung versucht Fristen einzuhalten

Damit hält das BMU eine von der EU-Kommission gesetzte Frist ein. Diese hatte bereits vergangenen Sommer das von Deutschland ab 2021 angewandte Verfahren zur Neuausweisung der roten Gebiete als nicht vereinbar mit der EU-Nitratrichtlinie kritisiert. Dabei bemängelte die EU vor allem, dass die Bundesländer kein einheitliches Vorgehen, sondern drei verschiedene Modelle wählten. Zudem zeigte sich die EU-Kommission unzufrieden mit der in manchen Ländern angewandten Modellierung, also der rechnerischen Herleitung der potenziellen Nitrataustragsgefährdung.

EU-Kommission akzeptiert Modellierung nicht

Zwar haben die Ministerien in den letzten Wochen eingehend mit der Generaldirektion Umwelt der Kommission darüber verhandelt, wie deren Bedenken gegen das bisherige Verfahren Rechnung getragen werden kann. Ob die Kommission den nunmehr präsentierten Vorschlag akzeptiert, ist allerdings offen. Mögliche Strafzahlungen für Deutschland von rund 850.000 € am Tag stehen...

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