Insektenschutz

Schulze fordert konkrete Maßnahmen zum Insektenschutz Premium

Das Aktionsprogramm Insektenschutz geht zurzeit durch die Ressortabstimmung. Unter anderem sollen Landwirte Insekten nicht kostenlos fördern. Für die Praxis zieht Svenja Schulze den kooperativen Lösungen jedoch zwei Maßnahmen vor.

In dem erfolgreichen Volksbegehren in Bayern sieht Svenja Schulze, Bundesumweltministerin, Zuspruch und Unterstützung, die Sie auch auf Bundesebene nutzen will. Das erklärte Schulze auf der zweiten Fachtagung zum Insektenrückgang, die am Wochenende mit rund 200 Gästen am Institut für Landschaftsökologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster stattfand.

Insektenschwund ist international

Die Auswirkungen des Insektensterbens würden immer mehr bekannt und verstanden, z.B. wie es mit Ernteerträgen und -qualitäten zusammenhänge, sagte Schulze. Das Insektensterben mache nicht vor Landesgrenzen halt, es finde international statt. Um das zu verhindern und die Artenvielfalt zu fördern, tue sich auch EU-weit etwas, z.B. die EU-Initiative für Bestäuber (hier mehr darüber). Schulze will...

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Artikel geschrieben von

Friederike Mund

Redakteurin Ackerbau/Grünland

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Diskussionen zum Artikel

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von Willy Toft

Kein Mensch will Mücken in der Schlafstube, Zecken am Körper und mit Wespen zusammen.....

wohnen! Was soll der ganze Hype auf die Insekten, wenn es doch nicht ernst gemeint ist? Die Landwirtschaft hat sicher auch einen Anteil am Artensterben, aber ist es nicht die übertriebene Sterilität, die Asphaltwüsten, der Flug, Schiffs- und Fahrzeugverkehr, die die Insekten schon aus den Städten vertrieben haben? Wer hat noch einen Gemüsegarten, oder lässt die Natur in Teilen des Gartens zu? Es wird alles zubetoniert und sterilisiert, aber der Landwirt hat die ganze Schuld, so war der Tenor der Umfrage, die jetzt relevant für die ganze Republik werden soll! Hier machen es sich die Verantwortlichen zu einfach, wenn sie am Ende die Nahrungsmittelproduktion zum Feindbild aufbauen. Als praktizierender Landwirt frage ich mich, kann man gegen seine eigene Existenzgrundlage so vorgehen? Wir erleben hier in Deutschland eine Diskussion, die mehr als überdreht ist, und von den großen Medien noch weiter negativ gefüttert wird! Der einzelne Landwirt wird diese Diskussion nicht aufhalten können, man kann nur auf die Vernunft der "Verantwortlichen" hoffen. Der Mainstream hat alle im Griff, und es anscheinend Schick auf dieser Welle zu reiten........

von Gerhard Steffek

Anfangen!

Sie kann ja schon mal in Berlin damit anfangen die Straßenbeleuchtung abzuschalten. Die Insektenschutzmittel für den Haushalt bis hin zu den elektrischen Lampen verbieten. Die Gärtner in Berlin anhalten "Insektenhotels" zu installieren. Dazu kann man auch ganz gut die Schulkinder im Rahmen des Unterrichts einspannen. Wie wäre es auch mit Stadtimker? Berlin hat doch sicher das Geld da noch ein paar "Fachkräfte" hierfür einzustellen. Aber es soll ja doch nicht nur bei den Insekten bleiben. Artenschutz heißt doch auch Vogelschutz, oder etwa nicht? Bei dem kommt mir aber jetzt etwas spanisch vor. Die Bauern auf den Feldern draußen sollen es richten, aber in der Stadt werden überall Vogelschutznetze und Stacheldorne installiert um die Tauben zu vertreiben. Wie paßt das zusammen? Abgesehen davon, hat sich eigentlich schon mal einer Gedanken darüber gemacht wie die Korrelation ist zwischem dem Schutz der Krähen, deren verstärktem Aufkommen und dem Verschwinden der Singvögel? Wahrscheinlich ist da aber auch wieder der Landwirt daran schuld.

von Anton Heukamp

Grundsätzlich kann ich Frau Schulze argumentativ häufig nicht folgen. Ihren Ansatz, dass wir Landwirte Insekten- und Artenvielfalt fördern und dafür mehr Geld aus der GAP, oder anderen Mitteln, bekommen, finde ich legitim. Dann muss es nur fair bezahlt werden und der Deckungsbeitrag dem eines Weizens standhalten. Frau Klöckner lehnt zusätzliche Zahlungen für derartige Maßnahmen unwirsch ab, was ich sehr bedauerlich finde. Wir müssen eine gesellschaftlich bzw. politisch abgestimmte Ackerbaustrategie über Ressortgrenzen bekommen, um Planungssicherheit zu erlangen und bitte auch eine entsprechende Vergütung. Wir Landwirte sind Unternehmer und züchten auch Schmetterlinge wenn es zum Betrieb passt und finanziell lohnenswert ist. Wir sind jedoch nicht das "Rote Kreuz" für jeden Insekten und Bürger, dafür fehlen uns die finanziellen Grundlagen.

von Christoph Blankenburg

...und das sagt Udo Pollmer

https://www.youtube.com/.watch?v=O1Uekn3ZaZ8

von Andreas Thiel

Volksbegehren

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