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Schulze prescht mit eigener Ackerbaustrategie vor

Eine Woche bevor Agrarministerin Klöckner ihre angekündigte Ackerbaustrategie präsentieren will, legt Umweltministerin Schulze eine eigne vor. Der Unterschied liegt im Pflanzenschutz und beim Geld.

Das Bundesumweltministerium (BMU) hat am Donnerstag ein eigenes Expertenpapier „Eckpunkte für eine Ackerbaustrategie“, das im Auftrag des BMU erstellt wurde, veröffentlicht. „Die Empfehlungen sollen in die Beratungen zu einer nationalen Ackerbaustrategie einfließen, die im Koalitionsvertrag vereinbart ist“, teilt das BMU dazu mit.

Die Veröffentlichung kommt genau eine Woche vor der Ackerbaustrategie von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Diese will die schon lange angekündigte Ackerbaustrategie des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) am kommenden Donnerstag, den 19. Dezember, vorlegen.

Abschied von der "Fokussierung auf bloße Ertragsmaximierung"

Kernforderung der BMU-Ackerbaustrategie ist, dass sich "der Ackerbau wieder als komplexes System mit geschlossenen Nährstoffkreisläufen, weiten Fruchtfolgen und einem umweltverträglichen Pflanzenschutz“ versteht. Geschrieben haben die BMU-Ackerbaustrategie fünf Experten und Praktiker, unter anderem vom Umweltbundesamt (UBA) und vom Bundesamt für Naturschutz (BfN). „Eine einseitige Fokussierung auf bloße Ertragsmaximierung ist nicht länger zukunftsfähig. Die in der Strategie angeführten Maßnahmen...

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