Schwefeldüngung im Winterraps

Aufgrund der aktuell hohen Stickstoff-Aufnahmen im Winterraps planen viele Landwirte ihre Stickstoff-Düngung im Frühjahr um bis zu 50 Kilogramm Stickstoff pro Hektar zu reduzieren. Bei einer eigentlich geplanten Stickstoff-Düngungsmenge von 180 kg N/ha müssten dann nur noch 130 kg gestreut werden.

Aufgrund der aktuell hohen Stickstoff-Aufnahmen im Winterraps planen viele Landwirte ihre Stickstoff-Düngung im Frühjahr um bis zu 50 Kilogramm Stickstoff pro Hektar zu reduzieren. Bei einer eigentlich geplanten Stickstoff-Düngungsmenge von 180 Kilogramm Stickstoff pro Hektar müssten dann nur noch 130 Kilogramm gestreut werden, heißt es im aktuellen Newsletter "effizient düngen".

Besonders beim Einsatz von schwefelhaltigen Stickstoffdüngern bedeutet das aber auch eine Reduzierung der Schwefelgabe. Setzt man zum Beispiel einen Dünger mit 24 Prozent Stickstoff und 6 Prozent Schwefel ein, werden bei 130 Kilogramm Stickstoff noch 32 Kilogramm Schwefel pro Hektar ausgebracht.

Zweifel über eine ausreichende Schwefelversorgung können hier jedoch ausgeräumt werden. Dafür sprechen zwei Gründe. Reduziert sich der Stickstoffbedarf von Winterraps aufgrund hoher Stickstoff-Aufnahmen bis zum Frühjahr, verringert sich damit auch der Schwefelbedarf. Denn dieser aufgenommene Stickstoff ist im Winterraps bereits in pflanzliche Eiweiß-Verbindungen eingebunden. Eine nachträgliche Schwefeldüngung ist dafür nicht notwendig. Auch Schwefel-Steigerungsversuche im Winterraps haben keine Ertragseffekte bei einer Schwefel-Düngung von über 30 bis 40 Kilogramm Schwefel pro Hektar gebracht.

Fazit: Schwefelhaltige Stickstoffdünger können im Winterraps auf der Basis des Stickstoffbedarfs gestreut werden. Eine Ergänzung von Schwefel ist nicht notwendig.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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