Schweiz prüft Genweizen und Genkartoffeln

Die Schweiz führt auch in diesem Jahr Versuche auf einem bundeseigenen Versuchsfeld mit gentechnisch verändertem Weizen und Kartoffeln durch. Sie prüft dabei die Resistenz gegen Mehltau und Krautfäule.

Die Schweiz führt auch in diesem Jahr Versuche mit gentechnisch verändertem Weizen und Kartoffeln auf einem bundeseigenen Versuchsfeld durch. Ziel des Forschungsprojektes ist es, den Nutzen für die Landwirtschaft und Risiken für die Umwelt zu untersuchen. Bei den derzeitigen Versuchen geht es darum, die Krankheitsresistenz von Weizen und Kartoffeln zu verbessern. Die Versuche führt das landeseigene Forschungsinstitut Agroscope durch. Es stellte kürzlich erste Ergebnisse der Feldsaison 2015 vor:

Der gentechnisch veränderte Weizen enthält Resistenzgene gegen Mehltau, die aus alten Weizensorten und Landrassen stammen. Da die Bedingungen für Mehltau in diesem Frühjahr günstig waren, konnten die Forscher Unterschiede in der Resistenz feststellen. Besonders unempfindlich erwiesen sich Pflanzen mit einer Kombination aus zwei Resistenzgenen.
 
Bei den Kartoffelversuchen stehen zwei gentechnisch veränderte Kartoffellinien mit sechs Kontrollsorten im Vergleich. Forscher der Universität Wageningen (NL) hatten mittels gentechnischer Methoden ein bzw. zwei unterschiedliche Resistenzgene gegen die Kraut- und Knollenfäule in eine herkömmliche Ausgangssorte eingebracht und hiermit die beiden Linien erzeugt. Die resistenten Gene stammen aus Wildkartoffeln.

Obwohl man die Versuchsparzellen gezielt bewässerte und sogar künstlich infizierte, verhinderten Trockenheit und Hitze im Juli einen nennenswerten Befall mit Kraut- und Knollenfäule. Vor diesem Hintergrund konnten die Forscher noch keine Aussage zur Resistenz gegen die Pilzkrankheit treffen. Anders beim Wachstum und Vorkommen von Insekten: Zwischen den gentechnisch veränderten Sorten und den Ausgangssorten sahen sie keine Unterschiede. (David Menskes)
 
Den ausführlichen Bericht lesen Sie hier:
http://www.agroscope.admin.ch/aktuell/00198/05299/05494/index.html?lang=de&msg-id=58292

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Artikel geschrieben von

Hildegard Moritz

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