Folgen anschaulich gezeigt

Sechste Saison der Mitmach-Aktion "Schau ins Feld"

Gut sichtbar für Spaziergänger und Radfahrer legen Landwirte "Schau-Fenster" auf dem Feld an. Hier findet kein Pflanzenschutz und keine mechanische Bearbeitung statt. Die Folgen kann jeder sehen...

Was passiert, wenn Landwirte ihre Pflanzen vor Schädlingen, Krankheiten und Unkrautbefall nicht mehr schützen, zeigt auch dieses Jahr die bundesweite Aktion „Schau ins Feld!": 650 Teilnehmer verdeutlichen Interessierten direkt auf dem Feld, im Weinberg oder in der Obstplantage, wie sich der Verzicht jeglicher Form von Pflanzenschutz auf das Wachstum der Pflanzen und schließlich auf die Ernte auswirkt.

Die Corona-Krise führt in diesem Frühjahr deutlich vor Augen, wie wichtig die Agrarbranche für die Nahrungsmittelversorgung in Deutschland ist und welche bedeutende Rolle dabei das Thema Pflanzenschutz für die Arbeit der Landwirte spielt, erklärt dazu der Industrieverband Agrar (IVA). Um darüber aufzuklären, wurden im Rahmen von „Schau ins Feld!" bereits 1200 Nullparzellen angelegt – sogenannte Schau!-Fenster. Diese abgetrennten und mit einer Aktionstafel gekennzeichneten Abschnitte des Felds, Gemüseackers, Weinbergs oder der Obstplantage bleiben völlig unbearbeitet: Die Teilnehmer der Aktion verzichten hier also nicht nur auf chemischen Pflanzenschutz, sondern auch auf mechanische, biotechnische oder biologische Maßnahmen.

Im Laufe der Zeit wuchert in den Schau!-Fenstern das Unkraut, die Pflanzen erkranken oder leiden unter Schädlingsbefall. Im Vergleich zum regulär bearbeiteten Feld wird dieser Unterschied besonders deutlich. Am Ende der Saison ist eine Ernte in der Nullparzelle kaum noch möglich und der geringe Ertrag ist meist minderwertig.

Das Ziel der Aktion „Schau ins Feld!" lautet: informieren, aufklären und zum Dialog anregen. Die Schau!-Fenster befinden sich idealerweise an möglichst stark frequentierten Wegen, gut sichtbar für Spaziergänger, Radfahrer und Anwohner. Vor den Schau!-Fenstern informieren die Aktionstafeln über den Hintergrund der Aktion. Darüber hinaus stehen die teilnehmenden Landwirte für Fragen und Erklärungen rund um ihre Arbeit mit Pflanzenschutz zur Verfügung.

Verbraucher können die Entwicklung in den Schau!-Fenstern in ganz unterschiedlichen Kulturen begutachten: Stark vertreten sind Getreide, Mais, Zuckerrüben und Raps. Es gibt aber auch gekennzeichnete Nullparzellen im Wein-, Kartoffel- oder Sojaanbau sowie in verschiedensten Obst- und Gemüsekulturen. Die meisten Teilnehmer 2020 stammen aus Niedersachsen (139) und Nordrhein-Westfalen (99).

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Teilnehmer "Schau ins Feld!" 2020 (Bildquelle: IVA)

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Kulturen "Schau ins Feld!" 2020 (Bildquelle: IVA)

Im Jahr 2015 hat der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) im Rahmen der Initiative „Die Pflanzenschützer" die Aktion „Schau ins Feld!" erstmals ausgerufen.


Diskussionen zum Artikel

von Erwin Schmidbauer

Irreführend

Diese Aktion ist auch kritikwürdig. Es ist einfach irreführend, eine konventionell bewirtschaftete Fläche mit und ohne Pflanzenschutz zu vergleichen. Man müsste konventionell, mit und ohne Pflanzenschutz mit Bio (evtl. sogar mit verschiedenen Methoden) vergleichen um ein einigermaßen ... mehr anzeigen

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