Spargelernte

Spargelernte startet: Betriebe setzen auf Direktvermarktung

Die Spargelernte steht vor der Tür, doch die Gastronomie hat weiter geschlossen. Niedersächsische Spargelbauern trotzen der Pandemie und setzen in diesem Jahr auf Direktvermarktung.

Bald ist wieder Spargelzeit: Weißer Spargel von beheizten Flächen und Feldern mit Dreifachabdeckung machte bereits Ende Februar den Saisonauftackt. Jetzt beginnt die Spargelernte auch auf den Flächen mit Einfachabdeckungen und offenen Äckern. Die ausreichende Vernalisation Anfang Februar und die jetzt steigenden Temperaturen lassen hervorragende Ernten erwarten. Doch wie vermarkten Sie das beliebte Saisongemüse in Zeiten der Coronakrise? Die anhaltende Pandemie stellte im letzten Jahr viele Landwirte auf die Probe. Fehlende Erntehelfer und wegfallende Vermarktungsmöglichkeiten über den Gastronomiesektor, zwangen viele Spargelbauern dazu, das wertvolle Gemüse auf dem Acker zu belassen.

Hygienekonzepte gegen Arbeitskräftemangel

Laut der Landwirtschaftskammer Niedersachen seien die Betriebe dieses Jahr jedoch gut vorbereitet. Sie setzen nun auf Direktvermarktung. Dem Arbeitskräftemangel durch Reisebeschränkungen und Quarantänevorschriften, welche bei Erntehelfern aus dem Ausland greifen, setzen Spargelbetriebe mit ausgereiften Hygienekonzepten entgegen. Diese wurden vielerorts mit dem jeweiligen Landkreis und diversen Gesundheitsämtern ausgearbeitet. Hier spielt auch die Unterbringung der Arbeitskräfte eine große Rolle. Viele Betriebe haben ihren Wohnraum umgestaltet, vergrößert oder zusätzliche Räume gemietet.