Sachsen-Anhalt

Studie belegt Nutzen von Streuobstwiesen als wertvolle Biotope

Gerade auf Streuobstwiesen finden sich verschiedenste Pflanzen-, Tier- und Pilzarten, davon etliche von der der Roten Liste, wie eine aktuelle Studie belegt.

Streuobstwiesen sind wertvolle Kulturbiotope und Lebensraum für viele gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Das zeigt eine umfangreiche wissenschaftliche Untersuchung des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, die Landwirtschaftsministerin Prof. Claudia Dalbert vorgestellt hat.

„Streuobstwiesen sind nicht nur schön, sondern auch faszinierend vielfältig“, stellte Dalbert mit Blick auf die Ergebnisse der Zählung fest. Insbesondere solche mit älteren Hochstammobstbäumen böten vielen Tier- und Pflanzenarten eine Heimat. Sie leisteten damit einen ganz besonderen Beitrag in der Kulturlandschaft für die Vermeidung des Artensterbens, so die Ministerin. Für sie ist die Pflege von Streuobstwiesen „praktischer Naturschutz“. Deshalb biete das Land Sachsen-Anhalt verschiedene Fördermöglichkeiten an, um den Erhalt und die Pflege von Streuobstwiesen zu unterstützen.

Wie aus der Bestandsaufnahme hervorgeht, gibt es in Sachsen-Anhalt aktuell rund 5.000 ha Streuobstwiesen. Die größten Bestände befinden sich in den Landkreisen Mansfeld-Südharz, Harz, Burgenlandkreis und Saalekreis. Nach den Erhebungen der Fachleute des Landesamtes konnten in den vergangenen Jahren insgesamt 3.627 verschiedene Pflanzen-, Tier- und Pilzarten auf den Streuobstwiesen in Sachsen-Anhalt nachgewiesen werden. Davon stehen 522 Arten auf der Roten Liste Sachsen-Anhalts und 363 Arten auf der Roten Liste Deutschlands. Fast 200 der dokumentierten Arten sind in Deutschland sogar streng geschützt.

Download „Untersuchungen zu den Arten der Streuobstwiesen in Sachsen-Anhalt“


Diskussionen zum Artikel

von Alfons Lauer

Steuobstwiesen und die Zukunft

wir bewirtschaften auf einer Gemarkung, die man als "Bunte Landschaft" bezeichnen würde, einen mittlerweile viehlosen Ackerbaubetrieb mit ziemlich viel zusammengepachtetem Land. Die Streuobstwiesen, ein Überbleibsel aus den früheren kleinbäuerlichen Strukturen bilden tatsächlich ... mehr anzeigen

von Heinrich Esser

@Spießl

Wir haben auch den Plan dort Äpfel, Birnen, Kirschen etc. zu ernten. Zum Düngen werden wir u.a. die Rinder eines Biobauern dort weiden lassen. Und ich finde es immer noch ziemlich daneben, dass Sie Ihren Berufskollegen den Ruin wünschen. Überdenken Sie Ihre Haltung doch einmal.

von Hans Spießl

Streuobstwiesen

haben sich in der Vergangenheit zur Ernährung bewährt. Da wurden aber auch Pflanzenschutz und Dünger eingesetzt, ich nehme an das wird wieder kommen, wenn wir uns auf das Wesentliche Beschränken müssen, sicher nicht im großen ... mehr anzeigen

von Gerhard Steffek

Alarm!!!

Wenn so etwas kommt, dann ist allerhöchste Vorsicht geboten. Wenn schon Politiker etwas loben, dann ist etwas im Busch. Diplomatie ist, den anderen so über den Tisch zu ziehen, daß er die dabei entstehende Reibungswärme als Nestwärme empfindet! __ __ Denen traue ich zu, daß bis ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Die Erfahrung mit den politischen "Experten"

rät tatsächlich zum schärfen der Säge.

von Heinrich Esser

Streuobstwiesen

Gut, dass wir dieses Jahr zwei davon angelegt haben

von Hans Spießl

nicht schlecht

will auch Apfelbäume pflanzen, aber mit dem Hintergedanken da auch Äpfel zu ernten, muß zuerst Boden aufdüngen etc.....

von Wilhelm Grimm

Ihre dünnen Leistungen

werden durch Streuobstwiesen auch nicht mehr raus gerissen. Die Landwirtschaft hätte da auch noch viele bedeutsame Probleme.

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