Versuche

Studie belegt Umwelteinflüsse von Durchwachsener Silphie

Durchwachsene Silphie senkt den Unkrautdruck, beugt Bodenerosion vor und eignet sich als Substrat für Biogasanlagen. Tiere verschmähen die strohähnliche Erntegut allerdings.

Der Anbau von Durchwachsener Silphie bietet Vorteile für den Umweltschutz; die Nutzungsmöglichkeit ist allerdings auf die Bioenergieproduktion begrenzt. Dies zeigt das Demonstrationsprojekt „Silphie-Anbau im Projektgebiet Nördliche Frankenalb“, das seit 2017 in Bayern durchgeführt wird.

Laut dem diesjährigen Bericht zum Projekt, den Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber jetzt im Landtag vorgelegt hat, sind an dem Vorhaben insgesamt 45 landwirtschaftliche Betriebe beteiligt. Sie bauten Durchwachsene Silphie auf einer Fläche von zusammen rund 100 ha an. Dabei habe sich herausgestellt, dass der Herbizidbedarf aufgrund des dichten Wuchses und des daraus resultierenden geringen Beikrautdrucks gering sei, erläuterte die Ministerin. Außerdem zeige sich im Herbst ein niedriger Restnitratwert; dieser sei nur halb so groß wie der von Mais.

Daneben gibt es laut Kaniber Hinweise darauf, dass mit dem Anbau der Bodenerosion vorgebeugt werden kann. Die Ertragsentwicklung sei gut, die Ernte unproblematisch und die Silierung verlustarm. Allerdings eigne sich das Erntegut nur für die Gewinnung von Bioenergie, heiße es in dem Bericht.

In den Fütterungsversuchen sei es von den Tieren nicht gut angenommen worden. Außerdem sei der Futterwert vergleichbar mit dem von Stroh.

Das Projekt sollte ursprünglich im jetzt laufenden Jahr enden. Nach Angaben von Kaniber wurde die Laufzeit aufgrund der Umwelteinflüsse jedoch bis zum 30. Juni 2024 verlängert, um solide und belastbare Ergebnisse erzielen zu können.

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