Geschäftszahlen

Syngenta mit rückläufigem Ergebnis zur Halbjahresbilanz

Wegen noch nie dagewesener Überschwemmungen in den USA und hohen Rohstoffkosten in China hat Syngenta weniger Gewinn gemacht.

Schwierige Wetterbedingungen in den USA und gestiegene Rohstoffkosten in China haben bei Syngenta im ersten Geschäftshalbjahr 2019 auf das Ergebnis gedrückt. Wie der von ChemChina übernommene Schweizer Pflanzenschutzmittel- und Saatguthersteller berichtete, ging das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Vorjahresvergleich effektiv um 15 % auf 1,461 Mrd $ (1,30 Mrd Euro) zurück, der Reingewinn um ein Drittel auf 798 Mio $ (708 Mio Euro).

Der Halbjahresumsatz verringerte sich effektiv um 7 % auf 6,77 Mrd $ (6,01 Mrd Euro); zu konstanten Wechselkursen (kWk) belief sich das Minus auf 9 %.

„Im ersten Halbjahr dieses Jahres war die Landwirtschaft mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Dazu zählen unter anderem die noch nie dagewesenen Überschwemmungen in den USA“, betonte der Syngenta-Vorstandsvorsitzende Erik Fyrwald. Anderenorts hätten schwere Dürren den Landwirten schwer zu schaffen gemacht, zusätzlich zum bereits vorhandenen Druck durch handelspolitische Streitigkeiten.

Ohne Veräußerungen wurde laut Syngenta im Pflanzenschutzgeschäft zu kWk ein unveränderter Umsatz von 5,21 Mrd $ (4,62 Mrd Euro) erzielt. Im Saatgutgeschäft sei es unter kWk zu Einbußen von 3 % auf 1,59 Mrd $ (1,41 Mrd Euro) gekommen.

Die überwiegend klimabedingten Probleme der Landwirte, die zu den rückläufigen Verkäufen in beiden Sparten geführt haben, macht sich Syngenta nach eigenen Angaben weiter zum Antrieb bei der Forschung und Entwicklung. Verschiedene Produkteinführungen wurden für aktuelle Herausforderungen wie die Pflanzenkrankheiten Pythium und Phytophthora sowie den Herbst-Heerwurm vorgestellt.

Starke Umsatzeinbußen in Nordamerika

Im Pflanzenschutzsegment konnten sich die Erlöse in Europa, Afrika und dem Mittleren Osten nach Angaben der Konzernanalysten zu kWk mit 1,77 Mrd $ (1,57 Mrd Euro) knapp behaupten. Auf einen starken Saisonbeginn im Norden mit einer erhöhten Nachfrage nach Pflanzenschutz für Getreide sei ein schwaches zweites Quartal gefolgt. Der Umsatz im Saatgutgeschäft habe sich hingegen unter Annahme konstanter Wechselkurse auf 656 Mio $ (582 Mio Euro) leicht verbessert.

In Nordamerika verzeichnete Syngenta indes aufgrund der Wetterverhältnisse deutliche Umsatzeinbußen beim Pflanzenschutz, und zwar um 14 % auf 1,40 Mrd $ (1,24 Mrd Euro). Aufgrund der dort deutlich verzögerten Aussaat und einer verkleinerten Anbaufläche habe außerdem die Seeds-Sparte 16 % weniger an Erlösen erzielt, nämlich noch 427 Mio $ (379 Mio Euro).

Geschäfte in China laufen gut

Auch in der Region Asien/Pazifik kam es mit 5 % auf 629 Mio $ (558 Mio Euro) zu einem spürbaren Abschlag beim Umsatz mit Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmitteln, der laut der Geschäftsführung vor allem auf die Dürren in Australien und Indien sowie die schwierigen Marktbedingungen in Vietnam zurückzuführen war.

Ausgenommen von dieser Entwicklung war China, wo die Dynamik dem Bericht zufolge anhielt. Unterstützt durch erfolgreiche Einlizenzierungen sei der Umsatz in der Volksrepublik um 11 % auf 198 Mio $ (176 Mio Euro) gewachsen.

Im Segment Saatgut hätten gute Verkäufe beim Mais und die Lancierung neuer Produkte in der Gesamtregion für ein Umsatzplus von 14 % auf 163 Mio $ (144 Mio Euro) zu kWk gesorgt. Deutlich höher als im Vorjahr fielen die Pflanzenschutzmittelerlöse hingegen in Lateinamerika aus. Zu kWk kam es hier laut Zwischenbericht zu einem Plus von 28 % auf 1,04 Mrd $ (0,92 Mrd Euro), das absatzbedingt gewesen sei. Auch Saatgut verkaufte sich dort dem Unternehmen zufolge gut; das betreffende Umsatzplus betrug 4 %, so dass 143 Mio $ (127 Mio Euro) erlöst wurden.


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