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Umgang mit Pflanzenschutzmitteln: Passen Sie auf sich auf! Premium

In der Routine des Alltags wird es schnell zur Nebensache – der eigene Schutz beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln (PSM). Dennoch sollte jeder Anwender Wert auf seine persönliche Schutzausrüstung legen. Tipps von Anne-Katrin Rohlmann.

Eine akute Vergiftung oder Verätzung mit PSM spürt man und behandelt sie unverzüglich. Folgeschäden treten daher kaum auf. Anders ist das bei einer latenten Toxizität, auf die der Körper nicht direkt reagiert. Langfristige Kontaminationen auch mit nur geringen Wirkstoffmengen, können schleichend zu Erkrankungen führen, die oft nicht reversibel sind. Nehmen Sie Ihren Schutz daher ernst und achten Sie darauf, dass Ihre Ausrüstung in einwandfreiem Zustand ist. Seit Anfang 2018 stellt es eine Ordnungswidrigkeit dar, wenn der Kontrolleur bei einer Pflanzenschutzkontrolle feststellt, dass der Anwender die persönliche Schutzausrüstung nicht nutzt.

Im September 2017 trat die neue Richtlinie „Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln“ in Kraft. Sie verweist auf ein neues Symbol, das künftig zertifizierte Schutzkleidung kennzeichnet. Die nach alter Richtlinie anerkannte Schutzkleidung erfüllt aber weiterhin die Anforderungen. Dennoch empfiehlt sich ein regelmäßiger Austausch, da die Nutzungsdauer, vor allem von Handschuhen, begrenzt ist.

Ein komplettes Schutzset kostet 80 bis 100 € (netto). Erhältlich ist es u.a.bei Agravis, Baywa und Landhändlern oder als...

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Redaktion Betriebsleitung, Geld, Steuern, Recht

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von Matthias Bückner

Wenn ich PSM in meine Spritze gebe, komme ich mit denen durch Einatmen, aber hauptsächlich durch Spritzer in Berührung. Atemmaske draußen und Aktivkohlefilter für die Schlepperkabine sind ja eine leichte Übung. Aber gegen die Spritzer würde nur helfen, wenn Konstrukteure mal gezwungen werden würden, ihren "Produkte" mal selber zu benutzen. Stichwort PSM-Kanister: da scheint es die Regel zu sein, je dickflüssiger, um so kleiner muß die Ausgußöffnung sein , damit es besser gluckst und intervallweise in die Schleuse patscht... Ist eine Kanisterbelüftung zum Ausgießen wirklich so teuer? In der Einspülschleuse meiner Spritze (namhaftes Fabrikat aus Norddeutschland) ist unten ein Sieb aus gelasertem ebenem Blech. Was da daraufgegossen wird, wird wieder senkrecht nach oben reflektiert, das geht immer ins Gesicht... Warum sind da keine Rundstäbe drin, wie bei jedem billigen Baumarktgrill? Das hätte schon in der Werkhalle auffallen können, wenn man es denn mal ausprobiert hätte! Und die im Artikel erwähnte geschlossene Kanisterausgießvorrichtung erst. Wenn ich damit die Mittel für die 1. NAK in Rüben einfüllen will, dann stehen da mindestens 20 5-l-Kanister vor mir (für 25 ha), wie lange soll das denn dauern?

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