Kein Rückgang

Ungläubiges Staunen über US-Insektenstudie

Die wissenschaftliche Fachwelt staunt über eine US-Metastudie zum Insektenaufkommen. Demnach gibt es keinen Rückgang, der starken Vermehrung von Schädlingen wie Blattläusen und Mücken sei Dank.

Seit eine deutsche Studie 2017 in einem Naturschutzgebiet feststellte, dass die Insektenhäufigkeit um 75 % zurückgegangen sei, sind Öffentlichkeit und Wissenschaft bei dem Thema sensibilisiert. Neuere bundesweite Analysen mit ähnlichen Ergebnissen regten eine Diskussion an.

Vor diesem Hintergrund überraschen Ergebnisse aus den USA, wo es laut der University of Georgia keinen Rückgang der Häufigkeit und der Artenvielfalt von Insekten und anderen Gliederfüßern geben soll. Der Spiegel berichtet unter Berufung auf das Fachjournal "Nature Ecology & Evolution", die Forscher hätten für die Analyse Studiendaten von etlichen Beobachtungsstandorten in den USA gesammelt und unterschiedlich lange Zeiträume zwischen vier und 36 Jahren ausgewertet.

Die Orte waren so gewählt, dass viele verschiedene Lebensraumtypen und auch der Einfluss des Menschen berücksichtigt wurden. Mit eingeflossen seien Daten aus US-Städten und von landwirtschaftlich genutzten Gebiete wie dem Ackerland im Mittleren Westen. Zwar bemerkten die Wissenschaftler an einigen der Standorte einen...


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