Monsanto-Erbe

US-Gericht verringert Strafe für Bayer; Konzern geht in Berufung

Ein US-Gericht hat die Strafe im Glyphosat-Prozess gegen Bayer nachträglich deutlich reduziert, da es keine Beweise für eine bewusste Vertuschung eines Gesundheitsrisikos gebe.

Im zweiten Gerichtsverfahren um Schadenersatz für mögliche Gesundheitsschäden durch Glyphosat in den USA hat der zuständige Bundesrichter in San Francisco die Strafe gegen Bayer von 80,3 Mio. auf 25,3 Mio. Dollar (22,5 Mio. Euro) reduziert.

Zur Begründung heißt es, der Schadensersatzanteil sei bei der Strafe mit 75 Mio. Dollar zu hoch angesetzt gewesen, insbesondere angesichts "eines Fehlens von Beweisen für eine bewusste Vertuschung eines bekannten oder offensichtlichen Gesundheitsrisikos".

Bayer begrüßte die reduzierte Strafe zwar in einem Statement als "Schritt in die richtige Richtung", blieb aber dabei, dass der Schuldspruch nicht der Beweislage entspreche. Der Konzern plane deshalb, bei einem Berufungsgericht Einspruch einzulegen.

Presseberichten zufolge soll der Richter in San Francisco bereits mehrere Hundert Klagen gebündelt und die Streitparteien zu einer gütlichen Einigung gedrängt haben. Er verordnete zudem eine Prozesspause, heißt es.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerhard Steffek

Realismus!!

Ist noch zu hoffen, daß einigermaßen Realismus eintritt? Denn wie sieht denn die Gemengelage aus? Die IARC ist doch das einzige Institut von all den Anderen weltweit die die die Behauptung in den Raum stellt Glyphosat sei "wahrscheinlich" krebserregend. Betrachted man die Reihenfolge der Wertung nach der das IARC vorgeht, dann ist dies die zweithöchste "Gefahrenstufe" nach der Ersten "krebserregend". // Allerdings sollte es schon auch zu denken geben, daß von den fünf Einstufungen außer der vierten "nicht eingestuft" (also, nicht untersucht) das Wort Krebserregend beinhaltet und nicht generell ausschließen das etwas krebserregend sein könnte. Die letzte der fünf Stufen heißt nämlich immer noch "wahrscheinlich nicht karzinogen". Also, alles was von denen untersucht wurde ist im Grunde immer irgendwie karzinogen. // Toll oder? Dann kann man dieses Institut eigentlich gleich in den Wind schießen, denn zu so einer Erkenntnis kommt man auch ohne dem. Dann ist ja gleich das ganze Leben krebserregend, besonders nach solch schlauen Ergüssen dieses möchtegern seriösen Institutes. // Das die Seriösität in Frage gestellt werden kann, offenbart sich wenn man die Vita von Christopher Portier zur Kenntnis nimmt. Hierzu gibt es einen interessanten Beitrag bei den "Salonkolumnisten" "Schafft die IARC ab" heißt dieser (https://www.salonkolumnisten.com/schafft-die-iarc-ab/). // Stimmt dieser, so ist dieses Theater um Glyphosat wirklich nichts anderes als eine faustdicke Lüge die dem Volk aufgetischt wird. Erstaunlich ist aber wie sehr unsere Politik sich hiervon treiben läßt. Wie eine Herde dummer Schafe auf dem Weg zum Metzger. Bei diesem Bericht ist mir beim nochmaligen Lesen ein Satz besonders aufgefallen: "Auch die IARC konstatiert kein Krebsrisiko für Verbraucher." // Dabei treten aber doch unsere Grünen und NGO's einschließlich Presse landauf, landab diese "Gefahr" für den Verbraucher aufs kräftigste breit. Für mich wieder ein Indiz, daß man diesen nicht einmal den kleinen Finger reichen darf. // Im Grunde genommen gibt es auch schon ein Indiz dafür das die Grünen in Punkto Krebsgefahr ein wenig zurückrudern, da sie sich bei Glyphosat ja jetzt mehr auf die "Bienengefährlichkeit" und der Gefährdung der "ökologischen Vielfalt" verlagern.

von Wilhelm Grimm

Friedensangebote,

es werden noch mehr folgen. Gut so, denn wir brauchen die Agrarchemie zum Leben.

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