Insektenschutz

Volksbegehren auch in NRW? Premium

Ein Volksbegehren für Insekten in NRW schließt der Nabu nicht aus. Die Politik sei auch hier in der Pflicht. Partner seien bereits im Boot. Die Landwirte will man einbeziehen.

„Den Ausgang des bayerischen Volksbegehrens hatte ich nicht erwartet“, erklärte Josef Tumbrinck, Vorsitzender des Naturschutzbundes Nordrhein-Westfalen (Nabu NRW). Nun sei er sicher, dass auch in NRW ein Volksbegehren funktionieren könne, erklärte Tumbrinck auf der zweiten Fachtagung zum Insektenrückgang, die am Wochenende mit rund 200 Gästen am Institut für Landschaftsökologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster stattfand.

SPD und Grüne würden Volksbegehren unterstützen

Rückhalt sieht Tumbrinck in der Öffentlichkeit, die den Verlust der Insekten stark diskutiere. Zudem hätten SPD und Bündnis 90/die Grünen bereits ihre Bereitschaft signalisiert, sich zu beteiligen. Doch vorher wolle man intensiv mit der Landwirtschaft sprechen und ein Volksbegehren präzise vorbereiten. Das gehe nicht von heute auf morgen.

„Es gibt zwar keine exakten...

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Artikel geschrieben von

Friederike Mund

Redakteurin Ackerbau/Grünland

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Diskussionen zum Artikel

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von Erwin Schmidbauer

Erfolg garantiert

Aufgrund der Anfälligkeit der Bevölkerung gegen Öko-Populismus und der Blindheit von Politik und Medien diesem Phänomen gegenüber, steht so einer Kampagen nichts entgegen.

von Hermann Kamm

auf allen Flächen die der NABU unter sich hat,

dort gibt es mit abstand weniger Insekten als in gut geführte Agrarflächen. Vielleicht überlegen diese Herren vom Nabu zuerst mal warum das so ist.!!!!!!!!!!

von Willy Toft

Noch so eine Abstimmung, wo Keiner genau weiß wofür sie/er abstimmt?

Hauptsache den Mainstream bedienen, auf Kollateralschäden können wir keine Rücksicht nehmen!

von Jens Geveke

Das man grundsätzlich etwas für die Insekten tun kann, ist eigentlich unbestritten. Aber das muss auch mit ein Verstand erfolgen und alle die was tun können, müssen einbezogen werden. Jeder kann in seinem Garten 20% der Gartenfläche mit Blühpflanzen gestalten. Sieht gut aus und macht einmal im Jahr kurz Arbeit . Jedes Gewerbegebiet kann nachts die Lichter ausschalten, damit die Insekten wieder einen Tag-Nacht-Rytmus haben. Und dann können wir auch darüber reden, ob man Greening-Maßnahmen etwas Insektenfreundlicher gestaltet, da ist sicherlich etwas möglich und wird bei uns Landwirten auch angenommen werden. Wenn die drei Dinge zusammen (!) beschlossen werden, hat man viel erreicht. Aber nicht die Landwirtschaft alleine in die Verantwortung nehmen, sich Maßnahmen ausdenken, die wenig gegen den Insektenschwund bewirken und darüber alle Abstimmen lassen, von denen die meisten keine Ahnung über Naturzusammenhänge haben. (Wenn sie es hätten, würden die Gärten anders aussehen... )

von Bernd Croonenbroek

Die Landwirte will man einbeziehen!!!

In 15 bis 20 Jahren kommt das große Erwachen, viele Insekten und Artenvielfalt aber keine Landwirte mehr. Dann kommt das Volksbegehren " rettet die Industrielle Landwirtschaft und die Massentierhaltung" wir haben Hunger !!!

von Dr. Willi Kremer-Schillings

Lieber Herr Tumbrinck...

...ich werde Sie beim Wort nehmen. Bitte nicht gegen die Landwirte sondern mit ihnen. https://www.bauerwilli.com/gespraech-mit-josef-tumbrinck-nabu-nrw/

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