Vorreiterrolle für EU in der Pflanzenzucht gefordert

Der Beitrag der Innovationen in der Pflanzenzucht in der Europäischen Union liegt im Durchschnitt aller anbaufähigen Feldfrüchte bei etwa 74 % ihres gesamten Produktivitätsanstiegs und bei einer jährlichen Ertragssteigerung von etwa 1,24 %. Zu diesem Ergebnis kommt eine jüngst in Brüssel vorgestellte Studie.

Der Beitrag der Innovationen in der Pflanzenzucht in der Europäischen Union liegt im Durchschnitt aller anbaufähigen Feldfrüchte bei etwa 74 % ihres gesamten Produktivitätsanstiegs und bei einer jährlichen Ertragssteigerung von etwa 1,24 %. Zu diesem Ergebnis kommt eine jüngst in Brüssel vorgestellte Studie.

Ziel der Untersuchung sei es gewesen, sowohl wissenschaftlich begründete als auch allgemeinverständliche Informationen über die Vielzahl von Vorteilen zu liefern, die die Pflanzenzucht für die Gesellschaft mit sich bringe, heißt es in der Einleitung.

Das Europaparlament hält es für wichtig, „dass die EU bei der Entwicklung nachhaltiger Pflanzenzuchttechniken und bei der Förderung der Forschung und Verfahren im Bereich der Landwirtschaft und Pflanzenzucht eine führende Rolle übernimmt“.
 
Dank Forschungsergebnissen in der Pflanzenzucht hätten Erträge gesteigert werden können, betonte Dr. Steffen Noleppa, Mitverfasser der Studie, jüngst in Brüssel bei der offiziellen Veröffentlichung der Forschungsarbeit. Dadurch seien Märkte stabilisiert, die Preisvolatilität verringert und die Lebensmittelsicherheit verbessert worden.

Beträchtlich seien auch die positiven Auswirkungen der Produktivitätssteigerungen und der hierdurch geringeren Landnutzung auf die Umwelt: Rund 3,4 Mrd t an Kohlendioxidausstoß seien so in den ersten 15 Jahren dieses Jahrhunderts eingespart worden, hob der Wissenschaftler hervor. Zwischen 100 Millionen und 200 Millionen Menschen hätten dank genetischer Pflanzensucht besser mit Nahrungsmitteln versorgt werden können.

Die Studie zeige zudem, dass Innovationen in der Pflanzenzucht eine wichtige Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit der EU spielten, so Noleppa. So habe die Pflanzenzucht seit der Jahrhundertwende zu einer Steigerung des Bruttosozialprodukts in der Europäischen Union von 14 Mrd Euro beigetragen. Allein in der Tomatenproduktion summiere sich der wirtschaftliche Nutzen auf schätzungsweise 300 Mio Euro. Ohne genetische Pflanzenzuchtergebnisse wäre im genannten Zeitraum ein Äquivalent von 6,6 Mio ha an Regenwald in Brasilien oder 9,4 Mio ha in Indonesien verlorengegangen, lautet ein weiteres Ergebnis der Studie.

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