Anhörung Insektenschutzpaket

Was ändert der Bundestag noch beim Insektenschutz?

Die Bundestagsabgeordneten ringen um Änderungen im Insektenschutzpaket. Sachverständige empfehlen mehr Ausnahmen vom Biotopschutz und eine Ausweitung der Regelungen gegen die Lichtverschmutzung.

Welche Änderungen sind am Insektenschutzpaket vom Bundestag noch zu erwarten? Rein rechtlich können die Abgeordneten nur Einfluss auf die von der Bundesregierung im Bundesnaturschutzgesetz geplanten Maßnahmen nehmen. Für die Landwirtschaft maßgeblich sind darin die Unterschutzstellung von Streuobstwiesen und artenreichem Grünland als Biotop. Die viel diskutierten Einschränkungen für den Pflanzenschutz in Schutzgebieten und die Gewässerrandstreifen aus dem Insektenschutzpaket stehen hingegen bei den Ländern im Bundesrat zur Abstimmung.

Genauere Definition von artenreichem Grünland

Folgt man den Empfehlungen von Sachverständigen, werden sich die Bundestagsabgeordneten beim Biotopschutz die Ausnahmen und Definitionen für Streuobstwiesen und artenreiches Grünland noch einmal ansehen. „Die Definition artenreiches Grünland ist zu unbestimmt“, kritisierte der Fachbereichsleiter Umwelt des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Steffen Pingen, am Montag in der Anhörung zum Insektenschutz im Umweltausschuss des Bundestages. Zudem warnte Pingen vor einem „Wertverlust“ der Grünland- und Obstflächen, die unter Biotopschutz fallen sollen.

Ausnahmen für bestimmtes Streuobst vom Biotopschutz

Ausnahmen für gewisse Streuobstbestände vor dem gesetzlichen Schutz...


Mehr zu dem Thema

Die Redaktion empfiehlt

"Das Insektenschutzpaket wird viele Betriebe in ihrer Existenz gefährden. Keiner braucht Bienen mehr als wir Landwirte, aber die Verschärfungen helfen keinem", so der DBV bei seiner Protestaktion.

Diese Woche kommt ein Teil des Insektenschutzpaketes zur ersten Lesung in den Bundestag. Der DBV erneuert seine Kritik und sieht erfolgreiche Naturschutz-Kooperationen gefährdet.

Beschluss der Bundesregierung

So sieht die Einigung auf das Insektenschutz Paket aus

vor von Stefanie Awater-Esper

Am Tag des Kabinettsbeschlusses zum Insektenschutzpaket geben sich BMEL und BMU erleichtert über ihren Kompromiss. Die Fördermöglichkeiten der Länder sollen danach gewahrt bleiben.


Diskussionen zum Artikel

von Gerhard Steffek

Selbstverstärkender Schwachsinn hoch drei!

Wetten? Insekten brauchen in erster Linie offene Fluren. In Wäldern sind sie am wenigsten zu finden. Was aber passiert besonders in Deutschland, bzw. in Mitteleuropa, bzw. war bevor der Mensch kam? Es entwickelt sich der Wald, bzw. war vorher schon entsprechend da. Mit jeder Fläche aber ... mehr anzeigen

von Albert Maier

@Gerner

Danke, ja vertippt. Im Übrigen, es gibt und gab zu jeder Zeit genügend Insekten in Deutschland, alle Probleme die wir bisher mit Insekten hatten, gingen immer darauf zurück, dass wir zuviel davon (Insektenplage) hatten. Es gibt in Deutschland kein einziges Problem, welches, auf ... mehr anzeigen

von Andreas Gerner

Korrekt

Und Fun Fact: der größte in Deutschland gemessene Rückgang wurde wo gemessen? In einem Naturschutzgebiet! Die viel bemühte Krefelder Studie. Minus 72%. Und paradoxerweise der Schluss, dass die Landwirtschaft zu intensiv sei(obwohl davon kein Wort in der Studie selbst zu lesen ist).

von Andreas Gerner

Wo bleibt die Ursachenforschung?

Wann immer irgendjemand der Meinung ist, die Insekten sterben, wird man der Landwirtschaft neue Vorschriften machen. Ohne die Ursache zu kennen. Denn die begleitende Forschung, die ERGEBNISSOFFEN und ALLE BEREICHE beleuchtet, gibt es nicht und wird es nicht geben. Klar, denn wenn sich ... mehr anzeigen

von Gerd Uken

Da zu fällt einem nichts mehr ein

Siehe DüVo kommt auch keiner klar wie wer wo waS... einzig die Kontrolleure wissen dann genauestens Bescheid! Finden werden sie immer was

von Albert Maier

Unnötig!

Das Insektenschutzgesetz ist unnötig, 2010 und 2020 wurden wieder steigende Insektenmassen registriert! Das Vorkommen von Insekten unterliegt starken natürlichen Schwankungen und lässt sich nicht per Gesetz fesztschreiben!!!

von Andreas Gerner

Soll bestimmt 2019 und 2020 heißen.

Ich nehme an: vertippt

von Dietmar Weh

Deutschland schafft sich ab.

Einfach nur "Dumm"

von Willy Toft

Wer so ein Regelwerk aufstellt, sollte sich bewusst sein, was hier gerade der Landwirtschaft passiert!

Praktisch ist nur die Landwirtschaft betroffen, also ein Weg des geringsten Widerstands wird angestrebt, um die Bevölkerung zu schonen. Das man die Ernährungssicherheit eines eigenständigen Staates dafür opfert, nimmt man einfach so hin! Wir Bauern sollen uns den Insekten und ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Siehs mal

positiv. Die Regierung führt die Landwirte ins Freizeitparadies. Wo nichts wächst, braucht man sich auch nicht mehr kümmern.

von Andreas Gerner

Kontraproduktive Dinge müssen weg!

Wenn ein Gesetz dazu führt, dass von "Schutzgebieten das Insektenparadies Raps verdrängt wird, ist es dann ein InsektenSCHUTZgesetz? Und wenn ein Gesetz dazu führt, dass die Erntemengen dort auf die Hälfte sinken, und die Produktionslücke nur durch Brandrodung von Regenwald (sehr ... mehr anzeigen

von Gerhard Steffek

Der Titel zählt...

Damit hat ja die Schulze doch dann tatsächlich recht. Wer liest sich denn schon das ganze Kleingedruckte durch - und versteht es dann auch noch? Somit zählt dann nur der Titel! War ja in Bayern doch auch nicht anders "Rettet die Biene" hieß es damals beim Volksbegehren. Ja zum Teufel ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Unsere Kulturlandschaft soll wieder eine Naturlandschaft werden

Sprecht doch ruhig aus, welches Ziel ihr verfolgt, ihr der Welt entrückten Politiker, die ihr alle satt seid.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen