Trockenheit

Wasserknappheit: Bereits 20 bis 40 % der Reserven genutzt

Einem Viertel der Weltbevölkerung droht eine Wasserknappheit. Hierzulande werden laut amerikanischen Forschern bereits 20 bis 40 Prozent der Wasserreserven genutzt. Tendenz steigend.

Das "World Resource Institute" (WRI) hat untersucht, wie es um die Wasserressourcen in 189 Staaten steht. Dazu hat es Daten aus den Jahren von 1960 bis 2014 ausgewertet. Ein Viertel der Weltbevölkerung lebe in Regionen, denen Wassermangel droht. Besonders stark betroffen sind demnach Staaten im Nahen Osten und Nordafrika. Hier ist es ohnehin sehr trocken. Am schlimmsten trifft es jedoch Katar, Israel und Libanon. Insgesamt leiden 17 Staaten an extrem hohem Wasserstress. Die Kategorie ermitteln die Forscher, indem sie vergleichen, wie viel Wasser genutzt wird und wie viel nachkommt.

Besonders knapp sind die Wasservorräte im Nahen Osten und Nordafrika. (Bildquelle: World Resource Institute/wri.org/aqueduct)

Deutschland belegt Platz 62

Deutschland landet im Ranking in der mittleren Kategorie auf Platz 62. Hierzulande werden laut WRI 20 bis 40 Prozent der Wasserreserven genutzt. Allerdings gibt es auch Regionen in Deutschland, in denen kaum noch Wasserreserven zu finden sind. Das betrifft einen breiten Streifen, der sich von Norden über Bremen, Hannover, Leipzig und Stuttgart nach Süden zieht (siehe Interaktive Karte).

Wasserbedarf wird stetig steigen

Die Lage wird sich nach den Forschern weltweit noch verschärfen. Seit den 60er Jahren habe sich die entnommene Grundwassermenge mehr als verdoppelt. Das WRI empfiehlt folgende Gegenmaßnahmen:

  • Landwirte sollten Wasser sparen: Pflanzen gezielt bewässern.
  • Vermehrt Sorten anpflanzen, die bei Trockenheit gut wachsen.
  • Mehr in Infrastruktur investieren: In Wasserleitungen, die trockene Gegenden versorgen.
  • Abwasser vermehrt aufbereiten

Artikel geschrieben von

Christina Lenfers

Redakteurin top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Otto Klapfenberger

Und die Weltbevölkerung

Steigt und steigt und steigt, vorallem auch in Afrika wo bekanntlich Trinkwasser generell knapp ist. Aber an allem ist nunmal die Landwirtschaft schuld. Schöne neue Welt, der deutsche Durchschnittsverbraucher spült ja täglich "nur" 110 Liter die Kanalisierung hinunter, der Migrant aus Afrika/Nahen Osten nun aber auch. Man braucht da kein Mathegenie zu sein um diese Zusammenhänge zu kapieren.

von Edelhard Brinkmann

Abwasser

Das Abwasser nicht in die Flüsse leiten sondern zurück auf den Acker und verregnen sollte Pflicht werden.

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