USA

Weiterer Rückschlag für Bayer im Glyphosat-Streit

Glyphosat ist mitverantwortlich für die Lymphdrüsenerkrankung des US Bürgers Edwin Hardeman. Zu dem einstimmigen Urteil kam die Jury eines Gerichtes in San Francisco.

Wie die dpa berichtete, verlor die Bayer Unternehmenstochter Monsanto einen wichtigen Teilprozess um das angebliche Krebsrisiko von Glyphosat. In einer zweiten Phase des Verfahrens soll geklärt werden, ob Monsanto über Risiken hinwegtäuschte und wie hoch der mögliche Schadenersatz ausfallen könnte (top agrar berichtete) .

Dieser Fall ist für Bayer hochbrisant, da es sich um einen richtungsweisenden «Bellwether Case» handelt. Das US-Recht bezeichnet so eine Art Musterfall in einem Massenverfahren. Laut dpa sind mehrere dieser repräsentativen Fälle angesetzt. Sie sollen den Streitparteien helfen, das Schadensmaß und die Höhe denkbarer Vergleichszahlungen besser abschätzen zu können. Insgesamt sind bei dem zuständigen US-Richter Vince Chhabria mehrere Hundert Klagen von Landwirten, Gärtnern und Verbrauchern gebündelt.

Schon zum Prozessauftakt teilte Bayer in einer Stellungnahme mit, dass langjährige Untersuchungen gezeigt hätten, dass Round up, welches Glyphosat enthält, bei vorschriftsmäßiger Anwendung sicher ist. Dabei berief sich der Konzern auf 800 Studien. Daher zeigte sich Bayer in einer Stellungnahme nun auch enttäuscht von der Entscheidung der Jury. Bayer sei zuversichtlich, im zweiten Teil des Prozesses beweisen zu können, dass Monsantos Verhalten angemessen war und das Unternehmen nicht für Hardemans Krebserkrankung haftbar gemacht werden sollte.

Bereits im August 2018 sprach eine Geschworenenjury dem Krebspatienten Dewayne Johnson in einem anderen Verfahren insgesamt 289 Millionen Dollar an Schmerzensgeld und Entschädigung zu. Das Gericht reduzierte die Strafe zwar auf gut 78 Millionen Dollar, im Grundsatz änderte es das Urteil aber nicht.


von Gerd Schaaf

Glyphosat

Von einer aus der Bevölkerung zusammengesetzten Juri, die weder Fachwissen haben , aber dafür jahrelang mit Parolen über die „Gefährlichkeit“ des Glyphosat bombardiert wurden, war kein anderes Urteil zu erwarten.

von Gerhard Steffek

Eigentlich schon komisch -

RoundUp besteht zu 37 % aus Glyphosat. Was, wenn einer der anderen Stoffe aus der ganzen Mischung dafür schuld wäre? Bei uns wurden ja die Tallowamine in RoundUp aufgrund der Gesundheitsschädlichkeit verboten. Ein Krebs kommt ja nicht von jetzt auf gleich sondern braucht auch seine ... mehr anzeigen

von Bernd Schmitz

Bayer

hat sich mit dem Hochrisikoprodukt 'Glyphosat' verzockt. Vorstandsvorsitzender Bauman hat auf den beiden letzten Hauptversammlungen die Kritik seiner Anleger, dazu gehören auch Deutsche Bank und der VR-Fonds, abgetan. Diese hatten ihn heftig wegen des Monsanto-Deals kritisiert, denn ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Amerika first,

sagen unsere "Freunde".

von Christian Schneeberger

War vorhersehbar

Die Richter werden wohl wissen das monsato zu bayer gehört, wäre es ein amerikanisches unternehmen würden sie wohl anders entscheiden!!!!!

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Auf Kommentar antworten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen