Ernte 2019

Weizen: Warum sind die Erntequalitäten so schlecht? Premium

Wenig Protein, niedrige Fallzahl – nicht nur die diesjährigen Weizenerträge enttäuschen vielerorts, sondern auch die Qualitäten. Dr. Ute Kropf von der FH Kiel erklärt die Ursachen.

Nach der erneuten Trockenheit und den Hitzeperioden in diesem Jahr war zu erwarten, dass die Weizenerträge eher unterdurchschnittlich ausfallen würden. Dass aber auch die Qualitäten enttäuschen, überrascht dann doch: In diesem Jahr finden sich in vielen Weizenpartien kleine Körner mit schlechten Proteinwerten, teilweise auch mit niedrigen Fallzahlen. Und das, obwohl die trockenen Erntebedingungen ohne Auswuchs eine gute Fallzahl erwarten ließen.

Bei kleinen Körnern ist der Rohproteingehalt in der Regel sogar höher als bei größeren Körnern. Der Grund: Kleine Körner haben anteilig mehr Aleuronproteine die in der frühen Milchreife direkt unter der Samenschale eingelagert werden. Bei großen Körnern nimmt der Proteinanteil durch die ...

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Artikel geschrieben von

Friederike Mund

Redakteurin Ackerbau/Grünland

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Diskussionen zum Artikel

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von Klaus Fiederling

Ein bisschen Wissen nur ist eine gefährliche Sache (Konfuzius)

Die obigen Erklärungsversuche aus unseren goldenen Käfigen heraus sind was wert!? Die sprichwörtlich trockenen Realitäten auf den Äckern nimmt man doch gar nicht erst wahr!!! Was zählt, sind die filigran ausgetüftelten EINHEITSBEDINGUNGEN DES DEUTSCHEN GETREIDEHANDELS, erst jüngst bedarfsgerecht(!) angepasst im November 2018, insofern kann man sämtliche anderweitigen Erklärungsnöte ad acta legen. Die dortigen für den Handel, die Mühlenwirtschaft u. unsere Großbäckereien optimal formulierten Qualitätsstandards sind genau so gestrickt(!), dass auf den Abrechnungen der Bauern -egal was im jeweiligen Erntejahr auf den Feldern, unter welchen katastrophalen Bedingungen auch immer heranwächst- Abzüge vorgenommen werden können, dass es nur so kracht; bei einem ohnedies miserablen Basispreis. Derzeit notiert der Weizen an der MATIF gerade einmal noch bei um die 15,00 €/dt, wir nähern uns also der perfiden Erzeugerpreis-Schallgrenze von nur noch 10,00 €/dt. Wer, wie in den Erntebarometern von Raiffeisen und DLG euphorisch gefeiert, 130 dt/ha eingefahren hat, erhält mithin 1300,00 €/ha, jene Bauern aber in den weitreichenden Trockenregionen Deutschlands müssen sich jetzt mit existenzvernichtenden 400-500 €/ha abmühen. Die in den Einheitsbedingungen des deutschen Getreidehandels definierten Qualitätsparameter können zwischenzeitlich von sämtlichen Bauernkollegen weltweit weit besser umgesetzt werden, denn diese leben alleine von Luft und Liebe! // Bei vielen Officeschuhträgern ist geflissentlich noch immer nicht angekommen, dass aktuell pro Bodenpunkt kaum mehr eine Dezitonne heranwächst. Die Ertragskurve wird im kommenden Vegetationsverlauf noch einmal zurückgehen. Zwei Gründe: 1. Die DüVO greift. 2. Allmählich wird spürbar, dass wesentliche Pflanzenschutzmittel nicht mehr verfügbar sind. ---> Ungeachtet dessen wissen unsere altbekannten Gesichter aber wohl wieder hellauf begeistert zu berichten, es geht aufwärts, es geht voran!!! Erträge werden schön geschätzt, weshalb bald in unseren Bauernküchen nicht einmal mehr Schmalhans Küchenmeister seinen Kochlöffel schwingen kann. // Der Klimawandel verheißt den Bauern schließlich Ertragszuwächse. Auf den ehemaligen Eisflächen Grönlands wird bereits Fussball gespielt! Ich-Donald ist demnach cleverer, als viele ihm das zutrauen. Er begehrt jetzt Grönland zu kaufen, wenn es noch günstig ist. Grönland wird wieder grün, wie zu Zeiten Eriks des Roten und seinen Nachfahren im 12. Jahrhundert. Die Eisentwicklung nördlich von Grönland verheißt für das nächste Jahr nichts Gutes für Zentraleuropa, vom Süden erst gar nicht zu reden. // Nehmt euch ein Beispiel an jenen „Wahrsagern“, die vor Jahren noch unseren Lehrerbedarf in Deutschland vorausgesagt haben...!

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