IFAB Mannheim

Wenn es im Getreide bunt blüht Plus

Getreideanbau in weiter Reihe mit einer blühenden Untersaat fördert Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit. Die Effekte sollen nun in bundesweiten Praxisversuchen bewertet werden.

Der Getreideanbau in weiter Reihe mit einer blühenden Untersaat soll selten gewordenen Arten wie Rebhuhn, Feldlerche, Feldhase und Wildbienen wieder mehr Lebensraum bieten. Darüber hinaus verbessert das Untersaatgemisch aus Leguminosen die Bodenfruchtbarkeit und lockt Nützlinge an.

Ob und wie sich dieses Anbausystem in die Praxis integrieren lässt, soll das Modell- und Demonstrationsvorhaben „Blühsaat-Getreide“ untersuchen. In Zusammenarbeit mit 60 konventionell wirtschaftenden Praxisbetrieben aus verschiedenen Naturräumen Deutschlands wird bis Ende 2023 die weite Reihe in Winterweizen und Sommergerste mit blühender Untersaat modellhaft erprobt (weitere Betriebe werden gesucht).

Das Institut für Agrarökologie und Biodiversität (IFAB) sowie das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) begleiten die Praxisversuche. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert dieses Projekt.

Ziel ist es, bundesweite Handlungsempfehlungen auszuarbeiten, wie sich das System erfolgreich managen lässt und welche ökonomischen Effekte daraus resultieren. Das Innovative und Neue an diesem Projekt ist insbesondere, dass hier ein Anbausystem mit multifaktoriellem Nutzen (biologische Vielfalt, Boden und Arbeitsökonomie) über ganz Deutschland hinweg unter verschiedenen Boden- und Klimaverhältnissen erprobt wird.

Mehr Biodiversität ist das Ziel

Die Versuche sollen in erste Linie zeigen, wie sich die Artenvielfalt und Lebensraumqualität von Flora und Fauna entwickelt. Im Fokus stehen dabei Insekten (Nützlinge wie Erd- und Grabwespen, Wildbienen etc.), Agrarvögel (Feldlerche, Rebhuhn,...


Diskussionen zum Artikel

von Hans-Heinrich Wemken

Kreuzkraut!

Mich erschreckt immer wieder auf meinen Fahrradtouren die nicht mehr auf zuhaltene Verbreitung von Jakobskreuzkraut in der Feldflur.. Die Straßenränder sind regelrechte Verbreitungsadern dieser hoch giftigen Pflanze. Zu bedenken ist doch bei Untersaaten im Getreide- und Maisanbau, dass ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Was

Ist mit den Betrieben, die das Stroh brauchen?

von Gerhard Steffek

Das Rad neu erfinden?

Das Thema Untersaaten wurde schon in meiner Lehrzeit (und die ist auch schon einige Zeit her) angesprochen, aber auch wieder schnell verworfen. Neugierig auf alles wagte ich selber entsprechende Versuche im Getreide wie im Mais. Es war aber weder im Getreide noch im Mais entsprechend ... mehr anzeigen

von Heinrich Esser

Machen Sie doch mit!

Dann wissen Sie, wie viel das Ganze wirklich bringt. Wenn Ihre Ausbildung schon so lange her ist, hat sich in der Zwischenzeit vielleicht etwas getan... Zwischenfrüchten wurde lange Zeit auch nur Schlechtes nachgesagt und sind mittlerweile weitläufig etabliert.

von Gerhard Steffek

5 - 26 % weniger Ertrag!!!

Bei einer durchschnittlichen Selbstversorgung der letzten 10 - 15 Jahre in Höhe von 115 % kann man sich ja schnell mal ausrechnen wo wir dann landen. Angesichts von knapp 700 Mio. hungernder Menschen auf der Welt stellt sich meines Erachtens da schon die Frage der Moral. Aber die gilt ja ... mehr anzeigen

von Heinrich Esser

Dann müssten Sie ja jeden Landwirt verfluchen, der bei seiner Bewirtschaftung nicht auf den Maximalertrag zielt, sondern auf den höchsten Gewinn. Zudem alle, die für nachwachsende Rohstoffe produzieren, da damit auch Fläche für die Lebensmittelproduktion verloren geht. Ich denke, wir ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Wehe, wehe,

wenn ich auf das Ende sehe.

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