40.000 Messwerte

Wissenschaftler warnt vor Bodenversalzung

Die Degradation der Boden könnte bis zum Jahr 2100 unausweichlich sein, wenn nicht gegengesteuert wird, warnt der Forscher Prof. Nima Shokri.

Vor einer zunehmenden globalen Bodenversalzung hat Prof. Nima Shokri vom Institut für Geoinformatik der Technischen Universität Hamburg gewarnt.

„Ohne nachhaltiges Ressourcenmanagement und mit der Business-as-usual-Haltung gegenüber dem Klimawandel sind eine weitere Versalzung und Verschlechterung der Böden und ein möglicher 'Kipppunkt', an dem das System zusammenbricht, unvermeidlich“, erklärte der Forscher. Demnach könnte die Bodendegradation bis zum Jahr 2100 unausweichlich sein, wenn nicht gegengesteuert werde.

Nach Angaben der Universität hat Shokri durch die Kombination einer umfassenden Reihe von Klima-, Boden- und Fernerkundungsdaten sowie Algorithmen des maschinellen Lernens erstmals eine Vorhersage über die Zukunft der Bodenversalzung auf globaler Ebene bis zum Jahr 2100 unter verschiedenen Klimaszenarien erstellt.

Um Aussagen über die Entwicklung der Bodenversalzung zu treffen, seien mehr als 40.000 Messwerte des Bodensalzgehalts auf der ganzen Welt verwendet worden. Darüber hinaus seien mehrere klimatische und bodenbezogene Parameter wie Niederschlag, Verdunstung und Bodenart in die Berechnungen eingeflossen.

Auf dieser Grundlage trainierten die Wissenschaftler der Universität zufolge Modelle mit Algorithmen des maschinellen Lernens, um eine Beziehung zwischen dem Salzgehalt und diesen Parametern herzustellen. Diese trainierten Modelle seien dann verwendet worden, um die Bodenversalzung auf globaler Ebene bis zum Jahr 2100 unter verschiedenen Klimawandelszenarien vorherzusagen.