Rheinland-Pfalz

Wissing droht mit Ablehnung der Düngeverordnung

Die geplante Verschärfung der Düngeverordnung bringt für die Bauern den Ruin, kritisiert der Landwirtschaftsminister von Rheinland-Pfalz und droht, der Verordung im Bunedsrat nicht zuzustimmen.

Der rheinland-pfälzische Landwirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) hält die Novelle der Düngeverordnung in ihrer jetzigen Form für nicht praxistauglich. Er droht, im Bundesrat nicht zuzustimmen, meldet der SWR.

Der Entwurf des Bundes gibt den Bauern seiner Meinung nach keine Planungssicherheit. Kein Landwirt wisse, wie er im Frühjahr düngen solle. Die vorgesehene Düngekürzung um 20 % gefährde die Vermarktungsfähigkeit der in Rheinland-Pfalz angebauten Gemüsearten, begründete der Minister. Außerdem würde die neue Düngeverordnung zur Folge haben, dass der Anbau ins Ausland verlagert werde. Dort gelten nach Ansicht Wissings niedrigere Standards. "Die Düngeverordnung in ihrer jetzigen Form ist nicht praxistauglich", kritisierte Wissing. Er droht, im Bundesrat nicht zuzustimmen.

Die Düngung war am Dienstag auch Thema im Ausschuss für Landwirtschaft, so der SWR weiter. Die Landesregierung kündigte an, die Nitrat-Belastung im Grundwasser zu überprüfen. Staatssekretär Andi Becht (FDP) rechnet damit, dass die Behörden bis Mitte des Jahres mehr darüber wissen, wo genau das Grundwasser belastet ist.


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Diskussionen zum Artikel

von Heinrich Vinnemann

Es tut sich was

Die Düngeverordnung basiert auf einem Gebäude aus Lügen. Das fängt langsam aber sicher auch den Politikern an zu dämmern. Mir ist es scheissegal, dass es einer von der FDP ist.

von Christian Schmidt

Kein Plan

Und sowas aus dem Mund eines Neoliberalisten....ja Herr Wissing Verlagerung der Produktion an die wettbewerbsfähigen Standorte. Diese neoliberalistische Haltung hat uns die Zuckermarktordnung und die Milchqoute gekostet. Und jetzt rudern Sie zurück weil ihr Plan doch nicht aufgegangen ... mehr anzeigen

von Christian Schmidt

Kein Plan

Und sowas aus dem Mund eines Neoliberalisten....ja Herr Wissing Verlagerung der Produktion an die wettbewerbsfähigen Standorte. Diese neoliberalistische Haltung hat uns die Zuckermarktordnung und die Milchqoute gekostet. Und jetzt rudern Sie zurück weil ihr Plan doch nicht aufgegangen ... mehr anzeigen

von Andreas Schlueter

Na sowas!

Wann sind Wahlen in NRW ? Aber es könnte ja sein das sie es "Ehrlich" meinen und sich wirklich Gedanken über die Landwirtschaft machen .

von Guido Müller

Wissing droht ...

Es kommt recht spät. Ist das ehrlich gemeint oder geht es um Stimmenfang. Ich glaube Letzteres!

von Johannes Bessai

Faktenbasiertes Arbeiten oder was?

"Die Landesregierung kündigte an, die Nitrat-Belastung im Grundwasser zu überprüfen. Staatssekretär Andi Becht (FDP) rechnet damit, dass die Behörden bis Mitte des Jahres mehr darüber wissen, wo genau das Grundwasser belastet ist" steht oben geschrieben. Und auf welcher Basis ... mehr anzeigen

von Hans-Peter Mahler

Kämpfen

Wir müssen weiter kämpfen bis auch der Letzte merkt, das es so nicht funktioniert und zwar an allen Fronten!!!!!!!!!!!

von Renke Renken

Am Ende

werden sie sich die notwendigen Stimmen irgendwie zusammenkaufen oder irgenswelche komischen Deals einfädeln, um die Mehrheiten zu bekommen, läuft doch immer so.

von Willy Toft

Der Mann hat es erkannt, und wir sollten ihm Mut machen, das er seine Linie durchzieht!

Da sind so viele Fehler bei der Umsetzung der N- Meldung nach Brüssel passiert, dass eine DüV so überhaupt nichts bringt! Das sollte bald auch dem letzten Politiker einleuchten!

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