Neonicotinoid-Beize

Zuckerrüben: Mit Blühstreifen gegen Schadinsekten

Wegfall der Neonicotinoid-Beize und kaum Insektizide – da braucht es neue Wege, um Viruserkrankungen in Rüben vorzubeugen. Sind Blühstreifen eine Lösung?

Im Zuckerrübenanbau spielen die Schwarze Bohnenlaus (Aphis fabae) und vor allem die Grüne Pfirsichblattlaus (Myzus persicae) als Überträger von Viruserkrankungen seit dem Wegfall der Neonicotinoid-Beize eine große Rolle. Eine rechtzeitige Bekämpfung ist daher sehr wichtig. Aktuell stehen dafür nur wenige Insektizide zur Verfügung. Eine Alternative könnte die Förderung von Nützlingen sein. Marienkäfer, Florfliegen oder Schlupfwespen sind natürliche Gegenspieler von Blattläusen. Zwei Versuchen (2020 und 2021) der Landwirtschaftskammer NRW in Kooperation mit Pfeifer & Langen sollten Hinweise geben, ob eine natürliche Bekämpfung der Blattläuse mit Nützlingen im Freiland funktioniert.

Blühstreifen locken Nützlinge ins Feld

Da die Nützlinge sich, anders als im Gewächshaus, im Freiland nicht ausbringen und auf der Fläche halten lassen, gilt es sie frühzeitig anzulocken, um einen Effekt auf die schädigende Blattlauspopulation zu erzielen. Hierfür wurde in den Versuchen jeweils bereits im Herbst des Vorjahres ein sechs Meter breiter Blühstreifen aus nachweislich nützlingsfördernden Pflanzen angelegt. Zur Aussaat kamen: Echte Kamille, Klatschmohn, Kornblume, Ringelblume,...

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