Podiumsdiskussion

Zuckerwirtschaft: Welche Weichen stellt die Politik in Zukunft?

Wettbewerbsverzerrungen, Forderungen nach mehr Umweltschutz und die Ernährungsdebatte, in der Zucker oft zum Sündenbock gemacht wird – vor all diesen Herausforderungen steht der Rübenanbau.

Am 26. September wird gewählt und die zukünftige Regierung und der Bundestag werden mit wichtigen Zukunftsfragen für die Rübenanbauer und die Zuckerunternehmen konfrontiert: Wie bleibt die Branche wettbewerbsfähig? Wie schaffen wir mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz im Sinne der Farm-to-Fork-Strategie und des Green Deals? Und mit welchen Ansätzen erreichen wir eine ausgewogene und nachhaltige Ernährung?

Die Bundestagsabgeordneten Ingrid Pahlmann (CDU), Isabel Mackensen (SPD) und Gero Hocker (FDP) bekannten, moderiert von top agrar-Chefredakteur Matthias Schulze Steinmann, Farbe. Eingeladen hatten die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker und der Verein der Zuckerindustrie.

Hier einige Statements:

„Keine Chance für Wettbewerbsverzerrungen“

Innerhalb des EU-Binnenmarktes gibt es noch immer deutliche Wettbewerbsverzerrungen. So zahlen z.B. zurzeit 11 EU-Mitgliedstaaten (von insgesamt 19 zuckerproduzierenden Ländern) ihren Landwirten noch gekoppelte Prämien für den Rübenanbau. Diese erhalten dadurch einen Preisvorteil im Vergleich zu den deutschen Anbauern von bis zu 30 %.

Dass man gekoppelte Zahlungen unbedingt abschaffen müsse, darüber herrschte bei den Parteien Konsens. Zudem zeigten sie sich offen dafür, eine Beihilfebeschwerde bei der EU-Kommission politisch unterstützen zu wollen.

Auch beim Pflanzenschutz gibt es momentan deutliche Wettbewerbsnachteile für deutsche Anbauer, wie das Beispiel der Neonicotinoide zeigt. Gegen von Blattläusen übertragene Vergilbungsviren gibt es seit dem...


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