Ammoniak-Emissionen aus der Landwirtschaft – woher stammen sie?

Um die tatsächlichen Ammoniakverlustraten aus Mineraldüngern abbilden zu können, bedarf es dringend realistischer Dünger-N-Verlustraten …

Ammoniak-Emissionen aus der Landwirtschaft – woher stammen sie?

Rund 95 Prozent der derzeit heftig diskutierten nationalen Ammoniakemissionen stammen aus der Landwirtschaft. Davon wiederum sind über 80 Prozent der Tierhaltung (Schweine-, Rinder- und Geflügelhaltung) und der Ausbringung von Gülle und Gärresten zuzuordnen. Dies verdeutlicht, dass die Ammoniakemissionen aus der mineralischen Düngung gegenüber der Tierhaltung zu vernachlässigen sind.

Um die tatsächlichen Ammoniakverlustraten aus Mineraldüngern abbilden zu können, bedarf es dringend realistischer Dünger-N-Verlustraten, die auf Umwelt- und Anwendungsbedingungen in der deutschen Landwirtschaft zugeschnitten sind.

Warum benötigen AHL oder Ammoniumsulfat-Harnstoff aktuell keinen Ureaseinhibitor?

  • Ein Ureaseinhibitor in AHL oder Ammoniumsulfat-Harnstoff führt nicht zu höheren Erträgen und N-Entzügen.
  • Zu Ammoniak-Verlusten aus harnstoffhaltigen Düngemitteln gibt es bislang international relativ wenige und in Deutschland überhaupt keine Praxisuntersuchung
  • Aus Modelluntersuchungen ist bekannt, dass Ammoniak-Verluste aus AHL und Ammoniumsulfat-Harnstoff deutlich geringer sind als die Verluste aus Harnstoff.

SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH

Wie werden Ammoniak-Verluste aus der Mineraldüngung ermittelt?

  • Die Ermittlung der jährlichen Ammoniak-Verluste aus Mineraldüngern erfolgt in der EU nicht durch Messungen, sondern durch Berechnungen anhand festgelegter Ammoniakverlustraten.
  • Emissionsfaktoren werden auf Basis der weltweiten Fachliteratur verbindlich festgelegt.

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Wie hoch sind Ammoniak-Emissionen aus der Harnstoffdüngung wirklich?

  • Unter vielen Standortbedingungen und generell bei frühen Düngungsterminen sind die Verluste zu vernachlässigen.
  • Ammoniak-Emissionen aus Harnstoff und harnstoffhaltigen Düngemitteln sind in der Praxis also deutlich geringer als in der Theorie.
  • Die Aussagekraft der EU-Emissionsfaktoren muss im Hinblick auf die Standort- und Anwendungsbedingungen in Deutschland in Frage gestellt werden.

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Die größten Minderungspotenziale für Ammoniakemissionen bestehen in der Tierhaltung. Durch einfach umzusetzende Maßnahmen könnten gegenüber der mineralischen Düngung deutlich mehr Ammoniakverluste reduziert werden, wo zudem eine Verlustreduktion mit eindeutig höheren Kosten verbunden wäre. Gerade mit Harnstoff steht der Landwirtschaft eine hochkonzentrierte und wirtschaftliche Stickstoffform zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie unter www.No-KAS.com