Außenhandel: Positive Bilanz bei Milch

Die österreichische Außenhandelsbilanz für Milch und Milcherzeugnisse weist für den Zeitraum September 2018 bis August 2019 einen positiven Saldo von 407 Mio. € auf. Das geht aus den vorläufigen Daten für den Agrar- und Lebensmittelaußenhandel hervor.

Den Hauptanteil nimmt dabei die Gruppe Milch und nicht eingedickter Rahm mit 203,3 Mio. € ein, gefolgt von der Gruppe Käse und Topfen mit 107,8 Mio. €. Für die Vergleiche und die dadurch getroffenen Aussagen werden die Zeiträume September 2018 bis August 2019 und September 2017 bis August 2018 einander gegenübergestellt.

Ausfuhrschlager Käse und Topfen

Die Kategorie Milch und Rahm nicht eingedickt konnte bei den Ausfuhren aus Österreich 284,4 Mio. € erzielen. Im Vergleichszeitraum (September 2017 bis August 2018) waren es noch 304,7 Mio. €. Die Ausfuhren in dieser Kategorie gingen somit um 6,5 % zurück, nichtsdestotrotz bleibt sie die zweitwichtigste Kategorie.

Ungeschlagen an der Spitze der Ausfuhren steht natürlich Käse und Topfen. Der Ausfuhrwert im Zeitraum September 2018 bis August 2019 betrug hier 602,7 Mio. € und steigerte sich somit gegenüber dem Vergleichszeitraum um 21 Mio. € oder 3,6 %. Das Segment Butter und andere Fettstoffe aus Milch bildet bekannter Weise das Schlusslicht bei den österreichischen Ausfuhren. Butter ist historisch gewachsen ein Importprodukt unseres Landes.

Käse auch bei Importen wertmäßig weit vorne

Milch und Milcherzeugnisse im Wert von 825,5 Mio. € wurden im Zeitraum September 2018 bis August 2019 nach Österreich eingeführt. Am meisten wurden Käse und Topfen (494,9 Mio. €) gefolgt von Butter und andere Fettstoffe aus Milch (97,3 Mio. Euro) sowie Milch und Rahm nicht eingedickt (81,5 Mio. Euro) importiert. Die Einfuhren in der Kategorie Milch und Rahm nicht eingedickt gingen am stärksten zurück, nämlich um 26,1 % gegenüber dem Vergleichszeitraum. Nur die Kategorie Käse und Topfen konnte ein Plus (4,9 %) bei den Importen erzielen. Bei den Einfuhren nach Österreich ist Molke (auch eingedickt) jenes Produkt, welches am wenigsten zugekauft wurde. Hierbei handelt es sich um einen Einfuhrwert von 48,4 Mio. Euro.

Deutschland ist Handelspartner Nr. 1

Der gesamte landwirtschaftliche Ausfuhrwert beträgt für besagten Zeitraum 11.976 Mio. €. Der Einfuhrwert hingegen beläuft sich auf 12.457,1 Mio. €. Die wichtigsten Export-Destinationen von österreichischen Agrargütern und Lebensmittel waren Deutschland, Italien, die Vereinigten Staaten, Ungarn und die Schweiz. Der Export nach Deutschland und in die Vereinigten Staaten konnte dabei am meisten zulegen.

Bei den Importen nach Österreich ist Deutschland die unangefochtene Nummer eins. Danach folgen, mit einem großen Abstand, Italien, die Niederlande, Ungarn und Polen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte Polen das größte Plus bei Importen an Agrargütern und Lebensmitteln nach Österreich erzielen.

Artikel geschrieben von

Leopold Th. Spanring

Redakteur

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