Versuch

Brandenburg: Wildschweinjagd mit Pfeil und Bogen gestoppt.

Es sollte ein Pilotprojekt werden: Die Wildschweinjagd in Wohngebieten mit Pfeil und Bogen. Da sich aber keine wissenschaftliche Begleitung fand, stoppte Brandenburg den Versuch.

Das Landesumweltministerium Brandenburg hat die Sondererlaubnis zur Wildschweinjagd per Pfeil und Bogen zurückgenommen. Für die wissenschaftliche Begleitung habe sich keine geeignete Einrichtung gefunden, heißt es.

Laut dem Sender RBB sah die ursprüngliche Planung vor, die Pfeil-und-Bogen-Jagd im Juni in den Gemeinden Stahnsdorf und Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) zu starten. Die Gemeinden leiden seit Jahren unter einer Wildschweinplage. Die Schweine verursachen erhebliche Sachschäden können dort aber nicht bejagt werden, weil der Einsatz von Schusswaffen für die Jagd in Siedlungsbereichen verboten ist.

Da bei uns im Gegensatz zu anderen EU-Mitgliedsstaaten bislang noch keine eigenen Erfahrungen mit der Jagdbogenjagd vorliegen, hätte der wissenschaftliche Partner den Angaben zufolge vor allem Fragen des Tierschutzes, der Gefährdungssituation, aber auch der öffentlichen Akzeptanz für die Jagdmethode untersuchen sollen, erklärt der RBB weiter.

Allerdings hatte der Versuch, dort ein solches Pilotprojekt zu starten, auch zu heftigen Debatten insbesondere über den Tierschutz gesorgt. Auch eine mögliche Gefährdung der Anwohner war diskutiert worden. Laut dem Umweltministerium war in der Debatte um die neue Jagdmethode ein Shitstorm niedergegangen, so dass "rationale Ergebnisse“ aus solch einem Pilotprojekt wohl kaum mehr möglich seien oder dann schlicht kaum Beachtung finden würden.

Ordnungsrecht: Bauern empört über die Flut neuer Vorschriften

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

Schreiben Sie Alfons Deter eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Gerhard Steffek

@Paul Siewecke -

und auch wieder raus! Wer macht es zu? Das Problem ist doch das Heinz-Sielmann-Biotop in der Nähe der beiden Dörfer. In denen dürfen sich ja die Sauen ungehindert ausbreiten. Mit der Folge, daß sich der "Überschuß" der dortigen Population in die Umgebung ausbreitet. Ist halt mal wieder ein schönes Bespiel für hirnlosen Umweltschutz.

von Gerhard Steffek

Shitstorm niedergegangen!!!

Genau das wird das größte Problem dabei gewesen sein. Diesen "Shitstormlern" sollte man jedem ein Wildschwein ans Bein binden. Mal sehen, wie schnell dann damit Schluß wäre. "Die beste Methode, einen Narren von seinem Irrtum zu überzeugen, besteht darin, ihn seine Dummheiten ausführen zu lassen." Josh Billings (1818-1885) US-amerik. Schriftsteller

von Paul Siewecke

Hat man eigentlich auch mal an ein Gatter gedacht? Wenn genügend Futter drin ist gehen auch Schweine da rein....

von Wilhelm Grimm

Das geht nur mit Federschmuck,

wie die Indianer.

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen