Dairy Event: Die Fragen der Teilnehmer

Färsenaufzucht, Eutergesundheit und eine nachhaltige Milchproduktion bei hohen Leistungen – das waren die Themen beim top agrar-Dairy Event. Wir haben die wichtigsten Fragen der Teilnehmer für Sie zusammengefasst und den Betrieb Decker besucht.

nachhaltiger Umgang mit co2Wann und weshalb haben Sie begonnen, den Ackerbau neu aufzustellen?

Decker: Ich war mit meinen Maisbeständen nicht mehr zufrieden. Trotz hoher Düngeintensität zeigten Pflanzen zum Zeitpunkt größten Wachstums Mangelerscheinungen (Kalium+Magnesium, teilweise Spurenelemente). 2017 habe ich mich mit dem alternativem Düngesystem „Kinsey/Albrecht“ befasst und dieses vollständig umgesetzt. Im Buch von Neal Kinsey sind viele Einschübe von Prof. Albrecht enthalten. Die zeigen eine Verbindung von Wiederkäuerernährung und -krankheiten zu der Pflanzen-/Bodenernährung. Das hat mich sensibilisiert für das Thema. Ein Langzeitversuch in der Schweiz zeigte die Erfolge vom Kinsey-Ansatz plus Direktsaat (no till). 2019 haben wir dann die Direktsaat-Drillmaschine angeschafft.

Wie und mit welchen Faktoren haben Sie den CO2-Fußabdruck berechnet?

Decker: Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat dafür ein Modell entwickelt. Es ist sehr anwenderfreundlich und stellt 17 Fragen, die sich mit Informationen aus den Buchführungs-, HIT und Milchkontrolldaten beantworten lassen. Die vorgelagerten Produktionsschritte sind Tabellenwerte von KTBL oder des Weltklimarates (IPCC). Damit lassen sich die betriebsspezifischen Emissionswerte von beispielsweise heimisch erzeugten Sojabohnen berechnen. So kann man beurteilen, welche Effekte es hat, wenn man Kraftfutter „ohne Hafen“ verfüttert.

Potenzial Jungviehaufzucht

Welche Möglichkeiten empfehlen Sie für das Wiegen von Jungrindern?

...