BHKW: Erste Anzeichen für Motorschäden Plus

Ein hoher Verbrauch von Aktivkohle, Schmieröl oder Zündkerzen sind Zeichen für einen drohenden Motorschaden. Wir erklären Ursachen und Lösungsansätze.

Schäden am Blockheizkraftwerk gehören nach wie vor zu den häufigsten Ausfallursachen der Biogasanlage. Wie Auswertungen aus der Praxis zeigen, hätten viele der Schäden im Vorfeld vermieden werden können. „Schon an einfachen Anzeichen wie dem Verbrauch von Aktivkohle, Schmieröl oder Zündkerzen kann der Betreiber ablesen, dass etwas mit der Maschine nicht stimmt“, erklärt Michael Wentzke, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Biogasmotoren, einem herstellerunabhängigen Zusammenschluss von BHKW-Experten und Biogasanlagenbetreibern.

Aktivkohleverbrauch

Die Aktivkohle sorgt dafür, den Motor vor Schwefelwasserstoff zu schützen. „Im optimalen Fall können 500 kg Aktivkohle im Jahr bis zu 600 kg Schwefel aufnehmen“, nennt Wentzke eine Faustzahl. Die Beladungsleistung ist nur bei folgender Gasqualität optimal:

  • 45 bis 55% relative Feuchte,
  • 40 bis 50°C Gastemperatur,
  • 0,6 Vol.% Sauerstoffgehalt.

Um eine höhere Standzeit zu erreichen, rät die IG Biogasmotoren:

  • Stellen Sie die Gaskühlung auf maximal 12°C ein. Wird das Gas kühler, kondensiert Wasser aus.
  • Die Gasleitungen zum Filter und vom Filter zum BHKW sowie das Filtergehäuse sollten isoliert sein. Ansonsten besteht die Gefahr, dass im Winter die Gastemperatur unter den Taupunkt sinkt und Wasser in den Leitungen auskondensiert.

Hoher Schmierölverbrauch

Jeder Biogasmotor verbraucht etwa 0,1 bis 0,3 g/kWh Schmieröl. Bei...


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