Biokohle für Boden, Trog und Biogasanlage Premium

Biokohle kann nicht nur ein Hilfsstoff für Biogasanlagen sein, sondern auch helfen, Probleme mit der Gärrestlagerung zu lösen. Das versprechen zumindest die Hersteller. Aber was ist das überhaupt?

Biokohle heißt ein neues „Wunderpulver“, das nicht nur die Gasausbeute von Biogasanlagen steigern, sondern auch in der Tierfütterung, als Dünger oder in der Industrie angewendet werden soll. Dabei ist Biokohle keine neue Erfindung. Denn schon vor Jahrhunderten haben Ureinwohner im Amazonasgebiet den Boden mit Pflanzenkohle angereichert. Im Laufe der Zeit ist so die Bodenart „Terra Preta“ (portugiesisch für „Schwarze Erde“) entstanden.

Zwei Verfahren:

„Das Thema ist im Rahmen des Klimaschutzes wieder sehr aktuell“, erklärte Daniel Fischer von der Universität Halle, auf dem Fachgespräch des Centralen Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerks (C.A.R.M.E.N.) im bayerischen Ebermannstadt zum Thema Biokohle und Terra Preta.

Zur Produktion von Biokohle gibt es zwei Verfahrenswege: Hydrothermale Carbonisierung (HTC) und Pyrolyse. Die Verfahren unterscheiden sich deutlich voneinander. Bei HTC findet die Umwandlung von eher feuchter Biomasse wie Gärreste, Gülle, Klärschlamm oder Biomüll statt, bei der Pyrolyse sind es mehr feste Stoffe.

Wie Dampfkochtopf:

Beim Verfahren HTC wird flüssige Biomasse in einer Art „Dampfdruckkochtopf“ für mehrere Stunden bei 10 bis 40 bar Druck auf 160 bis 250 °C erhitzt. Dauer, Druck und Temperatur bestimmen das Endprodukt. „Bei geringerer Verweilzeit entsteht ein öliges Produkt, z.B. für die Kraftstoffproduktion, bei längerer Dauer ist das Produkt eher kohleartig“, beschreibt Dr. Marco Klemm vom Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ) in Leipzig, das u.a. an HTC forscht.

In einer HTC-Anlage lässt sich flüssige Biomasse mit deutlich ...

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