Hackschnitzel statt Öl und Gas: Günstiger Komfort

Steigende Energiepreise und eine sehr gute Förderung machen Hackschnitzelheizungen derzeit für Landwirte interessant. Wir geben Tipps zur Technik und stellen zwei „Umsteller“ vor.

Seit August 2021 ist Heizöl von 66 ct/l auf über 90 ct/l gestiegen – noch vor der Heizsaison. Auch der Gaspreis ist ungewöhnlich hoch. Dazu haben nicht nur Turbulenzen auf den Energiemärkten geführt. „Auch der neu eingeführte CO2-Preis auf fossile Brennstoffe trägt zum Preisanstieg bei“, erklärt Fabian Nebel, Holzheizungsexperte beim Technologie- und Förderzentrum (TFZ) in Bayern. Dieser Aufschlag von 25 €/t CO2 verteuerte allein im Jahr 2021 Heizöl um 7 ct/l, im Jahr 2022 werden es über 8 ct/l sein.

Gleichzeitig sorgt massenhaft anfallendes Holz auf dem Markt für niedrige Brennholzpreise – zumindest im Hackschnitzelsektor. Denn neben Sturmholz haben in den vergangenen Jahren auch viele Nadelbäume unter Trockenheit und Borkenkäfern gelitten. Ein Blick auf die Preisentwicklung zeigt das (Übersicht): Während Heizöl und Erdgas nach der Grafik ca. 70 €/Megawattstunde (MWh) Wärme kosten (umgerechnet 7 ct/kWh), liegen Holzpellets bei knapp unter 50 und Hackschnitzel sogar bei...