Interview

Neues Batteriekonzept auch für Biogasanlagen interessant! Plus

Der Hersteller JenaBatteries sieht in Flüssigbatterien großes Potenzial. Dafür könnten auch ehemalige Behälter von Biogasanlagen zum Einsatz kommen.

Sie bieten ab 2021 Redox-Flow-Batterien an. Wie funktionieren diese?

Conrad: Das sind Flüssigbatterien, die sich nur stationär einsetzen lassen, also nicht im Auto beispielsweise. Wie bei herkömmlichen Batterien werden an der Kathode Elektronen aufgenommen und an der Anode abgeben. Als Speichermedium dienen in Wasser gelöste organische Salze. Anders, als z.B. bei Blei- oder Lithium-Ionen-Batterien ist die Energie auch nicht in festen Elektroden gespeichert, sondern in zwei Flüssigkeiten. Diese lassen sich in Tanks speichern, weshalb sich die Speicherkapazität unabhängig von der Leistung der Batterie erweitern lässt.

Welche Vorteile hat das System?

Conrad: Das Wichtigste ist, dass wir für unser System keine Schwermetalle oder seltene Erden benötigen, die energieaufwändig und unter umweltschädlichen Bedingungen abgebaut und größtenteils aus Ländern außerhalb der EU importiert werden müssen. Der künftige Speicherbedarf ist so riesig, dass es fraglich ist, ob die Rohstoffe dafür weltweit überhaupt ausreichen. Daher müssen diese Rohstoffe für die E-Mobilität reserviert werden. Die Klimabilanz der Flüssigbatterie ist auch günstiger. Bei Lithium-Ionen beträgt sie dagegen mehrere Jahre. Auch ist die Lebensdauer mit mehr als 10000 Ladezyklen deutlich...


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