Schärfere Grenzwerte für Holzheizungen Premium

Seit Anfang des Jahres gilt die zweite Stufe der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung. Wer sich einen neuen Holzheizkessel anschaffen will, muss einiges beachten.

Im Jahr 2015 hat ein neues Zeitalter für Holzheizungen begonnen. Denn seit Januar gilt die zweite Stufe der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung (1. BImSchV). Sie regelt u. a., wie viel Staub Holzkessel ausstoßen dürfen.

Für Anlagen, die nach dem 22.03.2010 installiert wurden, galt bis Ende 2014 die erste Stufe (Übersicht 1). Seit Anfang 2015 müssen die ab dann installierten Kessel mit automatischer Befüllung die neuen Grenzwerte einhalten. Entscheidend ist hierbei der Beginn der Installation, nicht das Baujahr des Kessels. Für handbeschickte Scheitholzkessel gelten die Grenzwerte der Stufe 2 übrigens erst ab 2017.

Neue Staubgrenzwerte:

Beim Fein-staub hat der Gesetzgeber den zulässigen Wert von 100 auf 20 mg pro m3 Abgas deutlich reduziert. „Einige Modelle schaffen die neuen Anforderungen ohne zusätzlichen Filter nicht mehr“, sagt Herbert Wazula vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks. Schon kleinere Veränderungen in der Brennstoffqualität oder beim Kessel können dazu führen, dass der strenge Grenzwert überschritten wird.

Besonders betroffen sind Einzelraumfeuerungen wie Pellet- oder Kaminöfen. Eine Studie des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) aus Leipzig zeigte im letzten Jahr, dass 79 % der Feinstaubemissionen bei Holzheizungen auf sie zurückgehen (Übersicht 2).

Kleiner Trost: Wegen der niedrigen Werte mussten die für die Messung zuständigen Schornsteinfeger auch auf neue Messgeräte umstellen. Diese haben jetzt Toleranzen von 20 % bei Kohlenmonoxid (CO) und 40 % beim Staub. Das kommt den Anlagenbetreibern zugute. „Die Toleranzen gelten aber nur für Messungen bei Neuanlagen, die ab März 2010 installiert wurden“, schränkt Wazula ein.

Brennstoffzuschlag:

Nach der VDI-Norm 4707-2 kann der Schornsteinfeger zudem beim gemessenen Staubgrenzwert einen „Brennstoffzuschlag“ abziehen. Die VDI-Norm berücksichtigt dabei Schwankungen von Inhaltsstoffen im Holz, die zu höheren Staub­emissionen führen – unabhängig von der Qualität des Brennstoffs und dem Zustand der Holzheizung.

Dieser Zuschlag gilt für mechanisch beschickte Anlagen (also Hackschnitzel- und Holzpelletkessel), die zwischen dem 1. 1. 2015 und 31. 12. 2018 er

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