Windkraft: Forstwirte hoffen auf Zusatzerlöse

Borkenkäferbefall und sinkende Holzpreise sorgen für massive Einnahmeverluste in der Forstwirtschaft. Die Windkraft könnte ihr Überleben sichern.

Mein Wald wird zur Mondlandschaft, immer mehr Bäume müssen abgeholzt werden“, klagt Fürstin Elisabeth zu Löwenstein aus dem bayerischen Wertheim, die 650 ha Forst in Thüringen besitzt. In normalen Jahren liegt der Einschlag bei 5000 Festmetern (FM) pro Jahr. Seit zwei Jahren werden über 8000 FM jährlich geschlagen. Denn Trockenheit, Hitze und vor allem der massive Borkenkäferbefall lassen die Fichte auf riesigen Flächen absterben.

Die Holzschwemme führt zum Preisverfall. Die Waldbesitzerin erlöst derzeit maximal 30 €/FM. Die aktuelle Trockenheit wird das Problem weiter verschärfen, erwartet sie. „Während die Holzpreise verfallen, laufen Ausgaben für Steuern, Förster oder die Berufsgenossenschaft weiter. Zudem fehlt das Geld für den nötigen Waldumbau“, sagt sie. Denn sie würde die gerodeten Flächen gern mit Douglasie oder Laubbäumen aufforsten.

Windräder als Alternative

Als mögliche Nutzungsalternative sieht sie die Windenergie im Wald. „Die Verpachtung an Windparkbetreiber könnten die Einnahmeverluste ausgleichen. Zudem würden die nötigen Ausgleichsflächen für eine Aufwertung des Forsts...


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