Erneuerbare Energien

10 Jahre Energie-Atlas: „Das Wikipedia der bayerischen Energiewende“

Der Energieatlas Bayern hat sich zum digitalen Nachschlagewerk für alle Fragen zu erneuerbaren Energien, Antragsplattform und Marktplatz für Solarflächen und Abwärme entwickelt.

Vor zehn Jahren ist der Energie-Atlas Bayern als Teil eines Maßnahmenpakets zur Umsetzung des Klimaprogramms 2020 an den Start gegangen. Das 2009 begonnene Projekt ging am 05.04.2011 online. Seitdem ist er ein wesentlicher Bestandteil der vom Freistaat beschlossenen Energiekonzepte bzw. -programme zur Umsetzung der Energiewende in Bayern.

Karten zu geeigneten Standorten

Der Energie-Atlas Bayern informiert über den aktuellen Stand der Energiewende in Bayern. Er enthält digitale und interaktive Karten mit einer Übersicht von rund 550.000 Erneuerbare-Energien-Anlagen. Die interaktiven Karten zeigen, wo sich der Einsatz erneuerbarer Energien lohnt und wo bereits Anlagen installiert sind. Die Potenzialkarten bieten u. a. Informationen zu Windgeschwindigkeiten, zur Sonneneinstrahlung und zur Eignung für Erdwärmenutzung oder Wasserkraftnutzung.

Innovative Tools machen die Energiewende erlebbar: Die 3D-Analyse von Windenergieanlagen zeigt beispielsweise, wie sich geplante Anlagen in die Landschaft einfügen. Das Mischpult „Energiemix Bayern vor Ort“ stellt dar, wie das Potenzial von Erneuerbaren gehoben werden kann. Die Sammlung von rund 430 „Best-Practice“-Beispielen vor Ort belegt, dass die Energiewende an vielen Stellen in Bayern schon erfolgreich stattfindet. Sie sollen zudem andere zum Nachahmen anregen. Tipps und Hinweise zu Stolpersteinen von Praktikern bieten dabei hilfreiche Unterstützung.

Börse für Dach- oder Freiflächen

Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen können in einer Solarflächenbörse Dachflächen für Photovoltaik anbieten oder suchen. Das gilt auch für Freiflächen, die sich für die Errichtung von Solarparks eignen. Eine Abwärme-Informationsbörse bietet Unternehmen die Möglichkeit, den Energie-Atlas Bayern als Marktplatz für ihre überschüssige Abwärme aus industriellen Prozessen zu nutzen. Zudem bietet der Energie-Atlas Bayern die Möglichkeit, neue oder noch nicht enthaltene Energieerzeugungsanlagen einzustellen und Daten vorhandener Anlagen zu korrigieren. Für Kommunen wurde die Rubrik „Werkzeugkasten“ eingerichtet, in der Ausstellungsstücke, Vorlagen und Printprodukte für die Energiewende zur Ausleihe oder Weiterverwendung verfügbar sind.

Karte mit E-Tankstellen in Planung

„Bald werden alle E-Tankstellen Bayerns auf einer übersichtlichen Karte im Energie-Atlas Bayern zu finden sein“, sagt Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger. Und weitere Angebote sind in Planung: eine Darstellung der Energiepotenziale für Flur- und Siedlungsholz, eine Überarbeitung der Darstellung von Abwärmequellen auf Grundlage neuer Daten und die Aktualisierung der Daten zu EEG-Anlagen sind einige Beispiele dafür, wie der Energie-Atlas Bayern ständig gepflegt und erweitert wird. „Was mich besonders freut: Viele Bundesländer haben den Energie-Atlas Bayern zum Vorbild ihrer eigenen digitalen Energieatlanten genommen“, sagt Aiwanger anlässlich des zehnjährigen Jubiläums.

Weitere Informationen: www.energieatlas.bayern.de


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