Energiewende

15 Kommunen gründen neuen Energieversorger

Mit dem Regionalwerk Chiemgau-Rupertiwinkel“ wollen Kommunen in vier bayerischen Landkreisen Strom und Wärme aus erneuerbaren Quellen anbieten.

In Süddeutschland ist Ende Januar 2020 ein neuer Energieversorger entstanden. Das Unternehmen soll künftig in den bayerischen Landkreisen Altötting, Berchtesgadener Land, Traunstein und Rosenheim Strom und Wärme anbieten. Insgesamt 15 Kommunen aus der Region haben den Versorger „Regionalwerk Chiemgau-Rupertiwinkel“ gegründet. Ziel ist, die Energieversorgung lokal und erneuerbar zu gestalten. Das Beratungsunternehmen Sterr-Kölln & Partner hatte zuvor das wirtschaftliche Potenzial für den neuen Energieversorger untersucht, Geschäftsmodelle erstellt sowie eine Rechtsform für das kommunale Unternehmen vorgeschlagen.

Initiator des Vorhabens ist der Bürgermeister von Kirchanschöring, Hans-Jörg Birner (CSU). Noch im Sommer soll das Regionalwerk die Arbeit aufnehmen. Neben der Nachhaltigkeit waren unter anderem die Versorgungssicherheit, die Wertschöpfung vor Ort sowie die Daseinsvorsorge wichtige Motive für die Gründung. Vermarktung von Ökostrom, Wärmeversorgung durch beispielsweise Geothermie und virtuelle Kraftwerke sind zentrale Vorhaben. Die Region ist dicht bestückt mit Erneuerbaren-Energien-Anlagen. Besonders die Nutzung von Solar- und Biogasanlagen, die ab nächstem Jahr aus der EEG-Förderung fallen, gehört zu den Aufgabenfeldern. Das Regionalwerk versteht sich als Kooperationspartner der bestehenden Stadt- oder Gemeindewerke, nicht als Konkurrenz.

Für die erste Arbeitsphase des neuen Regionalwerks empfahl das Team von Sterr-Kölln & Partner Mieterstrom- und Regionalstrommodelle aus erneuerbaren Energien sowie Wärmeprojekte im Rahmen von Quartierskonzepten, die etwa Geothermie nutzen.

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